Supporters Club: „Pyro-Aktion hat dem gesamten Verein geschadet“

Neben dem Vorstand des HSV hat sich auch die Führung des Supporters Club zum Pyro-Irrsinn zu Beginn des Darmstadt-Spiels in Form einer schriftlichen Stellungnahme geäußert – und sich klar davon distanziert:

Beim Einlaufen der Mannschaften prangte ein großes „Forza HSV“ auf der Nordtribüne des Volksparkstadions. Im A-Rang dazu Fahnen und Blockfahnen. Ein schönes Intro für ein sehr wichtiges Spiel unseres HSV. Leider ist es dabei nicht geblieben.

Die Pyroaktion im Anschluss an die Choreo hat den anderen HSV-Fans, der Mannschaft und dem gesamten Verein geschadet. Der HSV Supporters Club kritisiert diese Aktion – sie zieht nicht nur aller Voraussicht eine weitere Strafe des DFB für unseren Verein nach sich, sondern führt auch dazu, dass unser eigentlich überragender Fansupport spürbar beeinträchtigt wird.

Man kann über pyrotechnische Aktionen diskutieren, allerdings immer sachlich und fair. Bei allen optischen Reizen, die Pyrotechnik mit sich bringt, darf nicht vergessen werden, dass das unkontrollierte Abbrennen von Rauchtöpfen und bengalischen Fackeln eine Menge Gefahren mit sich bringt, gesetzlich verboten ist und dem Verein in erheblichem Maße schadet. Dass ein lauter Knall von Böllern in der heutigen Zeit bei vielen Zuschauern, und natürlich auch bei den Spielern, einen großen Schrecken verursacht, dürfte jedem klar sein. Wie man einen Böller in einer Menschenmasse zünden kann, ist einfach nur unverständlich.

Wir als Supporters Club lehnen aber Kollektivstrafen, die alle Fans betreffen, ab. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sie kaum eine Wirkung haben und zum größten Teil Unschuldige treffen. Wir glauben an den Dialog, werden den bestehenden Dialog in unserem Verein unterstützen und hoffen, dass auch die Verbände den Dialog mit den Fanvertretern wiederaufnehmen, um miteinander konstruktive Lösungen zu erarbeiten.

Die Unterbrechung des Spiels ist sicher nicht der Grund für unsere Niederlage, das wäre zu einfach, aber sie hat der Mannschaft auch bestimmt nicht geholfen. Diese Pyroaktion war in jeder Hinsicht kontraproduktiv für unseren HSV. In einer Tabellensituation, in der wir alle zusammenstehen sollten und müssen, spaltet sich die Fanszene. Aber genau das, dürfen wir nicht zulassen.

Jetzt zählt vor allem der gemeinsame Support im Stadion. Wir stehen immer noch mit dem Rücken zur Wand und brauchen alle HSV-Fans jetzt ganz besonders. Wir haben noch vier wichtige Spiele vor uns, in denen wir alle Energie, auch von den Rängen, benötigen. Ohne Pyro, ohne Böller, aber mit unseren Stimmen, mit unseren Fahnen und unserem ganzen Support.

Steht auf für den HSV!
Euer HSV Supporters Club