Seit dem 1. Juli ist Ashton Götz arbeitslos, nachdem sein auslaufender Vertrag beim HSV nicht verlängert worden war. Nach Ablauf der Transferperiode hat der 24-jährige Rechtsverteidiger nun doch noch einen neuen Verein gefunden. Götz wird laut „Abendblatt“ zum niederländischen Erstligisten Roda Kerkrade wechseln, die Empfehlung soll Ex-HSV-Coach Huub Stevens ausgesprochen haben, beide kennen sich aus Hamburger Zeiten.

Nach der Doppelschicht heute bittet Coach Markus Gisdol die Profis heute um 15 Uhr im Volkspark auf den Platz. Mit dabei sind Kyriakos Papadopoulos und Albin Ekdal, die von ihren Nationalteams zurück sind. Es ist die letzte öffentliche Einheit vor dem Heimspiel am Freitag gegen RB Leipzig.

Horst Hrubesch zählt zu den größten Stürmern in der Geschichte des HSV und des deutschen Fußballs. Bei seinem Ex-Verein hat er nun einen ausgemacht, der einmal in seine Fußstapfen treten könnte. Bei der Verleihung der Fritz-Walter-Medaille in Gold an Fiete Arp für den besten Spielers seines Jahrgangs hielt DFB-Sportdirektor Hrubesch ein Loblied auf den 17-Jährigen: „Der Junge hat etwas. Nein, eigentlich hat er alles! Ich glaube, dass er dem HSV den Weg nach oben ebnen kann.“

Am Freitag kann der HSV im Heimspiel gegen RB Leipzig zumindest für eine Nacht wieder Tabellenführer werden. Wer die Profis vorher noch mal im Volkspark beim Training erleben möchte, sollte dies morgen machen. Um 15 Uhr steigt am Dienstag die letzte öffentliche Einheit vor dem Leipzig-Spiel. Allerdings: viele Nationalspieler wie Wood, Kostic oder Sakai werden morgen im Volkspark noch fehlen. 

Leipzigs Last-Minute-Einkauf Kevin Kampl ist bereit für seinen Einsatz am Freitag beim HSV. Da der Österreicher Marcel Sabitzer angeschlagen von der Länderspiel-Reise zurückkehrte, könnte der 26-jährige Offensivmann in Hamburg direkt in die Startelf rücken. Für den Slowenen hatte der Vizemeister 20 Millionen Euro Ablöse an Bayer Leverkusen bezahlt.

Der optimale Start des HSV mit sechs Punkten aus zwei Spielen kam auch für Ex-DFB-Kapitän Michael Ballack „auf jeden Fall überraschend“, wie er der MOPO gestern im Rahmen der „Nacht der Legenden“ auf der Reeperbahn erzählte. Der 40-Jährige rechnet allerdings damit, dass es für den Liga-Dino wieder abwärts geht: „Ich denke, es ist eine Momentaufnahme, die natürlich für ein bisschen Euphorie sorgt, weil man selbst davon überrascht wurde. Aber die Hamburger wissen um die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre und werden das richtig einordnen. Man ist um jeden Punkt froh, den man hat, und es hilft, wenn man ein bisschen durchatmen kann.“