Nachdem Klaus-Michael Kühne in mehreren Interviews erklärt hatte, dass er der Finanzierung des Transfers von André Hahn für sechs Millionen Euro unter der Voraussetzung der Vertragsverlängerung mit Bobby Wood unterstützte, ermittelt die DFL wegen eines möglichen Verstoßes gegen die 50+1-Regel. Der HSV wurde zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert, die der Vorstand nach einer juristischen Prüfung nun abgegeben hat. Boss Heribert Bruchhagen: „Wir haben unsere Antwort gegeben und ich bin sicher, dass sich das Thema damit erledigt hat.“

Nach Ablauf der Transferperiode gönnte sich Jens Todt einige freie Tage bei seiner Familie in Potsdam, doch heute Abend nimmt der Sportchef des HSV seine Arbeit wieder auf und nimmt bis morgen an der Tagung der Bundesliga-Manager in Frankfurt teil. Am Freitag kehrt Todt nach Hamburg zurück, um am Abend gegen Leipzig bei der Mannschaft zu sein.

Heribert Bruchhagen feierte am Montag seinen 69. Geburtstag. Gibt’s Freitag von der Mannschaft das entsprechende Präsent gegen Leipzig? Der HSV-Boss verlangt nicht viel: „In der Bundesliga gibt es keine Geschenke. Ich erwarte ein sehr schweres Spiel“, sagte Bruchhagen, der auf die Unterstützung der Fans hofft: „Sie haben uns schon häufig getragen. Es wird sich zeigen, ob wir an die in der Rückrunde eindrucksvoll gezeigte Heimstärke auch gegen einen so starken Gegner wie Leipzig anknüpfen können.“

Schon seit gestern trainieren Kyriakos Papadopoulos und Albin Ekdal wieder in Hamburg, die beide nur im ersten der beiden Länderspiele für Griechenland und Schweden zum Einsatz kamen. Sehr zur Freude von Markus Gisdol. „Beide hatten leichte Blessuren und wurden daher geschont. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir sie gegen Leipzig auf den Platz bringen“, sagte der Trainer.

Timo Werner trifft derzeit, wie er will: Doppelpack in der Liga gegen Freiburg, ein Tor für das DFB-Team in Tschechien und sogar zwei davon gegen Norwegen. Am Freitag kommt er mit Leipzig nach Hamburg, doch einen Sonderbewacher will HSV-Coach Markus Gisdol bei allem Respekt nicht ergreifen: „Es kommt ja immer wieder vor, dass in den Reihen des Gegners außergewöhnliche Spieler stehen. Aber ich halte nichts davon, diese dann mit besonderen Maßnahmen zu stoppen. Wir müssen das als Mannschaft lösen.“

FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin aus Oberasbach leitet am Freitag die Partie zwischen dem HSV und RB Leipzig. Als Assistenten sind Christian Dietz aus München und Eduard Beitinger aus Regensburg im Einsatz. Vierter Offizieller ist Harm Osmers aus Hannover, Video-Assistent Dr. Jochen Drees aus Münster-Sarmsheim. Die HSV-Bilanz unter Aytekin ist negativ, in 18 Pfichtspielen gab es sechs Siege, drei Remis und neun Niederlagen – zuletzt beim 1:3 im Pokal in Osnabrück.

Es regnet, es stürmt, einstudieren lässt sich auch nichts, weil noch einige Stammspieler fehlen. Da macht Markus Gisdol schon nach 45 Minuten wieder Schluss. Kreisspiel, ein paar Runden über die Plätze, das war’s. Sollte ein Spion aus Leipzig irgendwo hinter dem Zaun gestanden haben, wird er den Volkspark frustriert verlassen.