Am Ende war Leipzig zu stark. Mit 0:2 wurden die Hamburger im Volkspark besiegt. Dabei spielten die Rothosen zeitweise richtig gut, kamen zu Chancen. Entsprechend analysierte Gideon Jung: „Wir können uns keinen Vorwurf machen, haben alles gegeben und Leidenschaft gezeigt. Wir müssen sehen, dass wir in den nächsten Spielen nachlegen.“

Großer Auflauf auf der VIP-Tribüne des Volksparkstadions. Zum Spiel gegen Leipzig kam überraschend eine der Ehefrauen des Königs von Swasiland Mswati III., der zurzeit 14 oder 15 Partnerinnen haben soll.  Warum sich die Dame unbedingt den HSV ansehen wollte, war zunächst nicht bekannt. Die „Queen“ kam natürlich nicht allein, zu ihrem Gefolge gehörten stolze 60 Personen.

Timo Werner ist in aller Munde, nachdem er zunächst beim 4:1 der Leipziger gegen Freiburg doppelt und dann auch für das DFB-Team in der WM-Qualifikation gegen Tschechien und Norwegen dreifach traf. Heute tritt der RB-Angreifer in Hamburg auf. „Es wäre schön, wenn wir an unsere Leistung aus dem Freiburg-Spiel anknüpfen könnten“, sagte Werner bei Sport1, zeigte aber auch Respekt: „Der HSV ist in der Bundesliga perfekt in die Saison gestartet und hat dadurch viel Selbstvertrauen.“ Es werde „eine sehr schwere Aufgabe.“ Das 0:3 in der Rückrunde der vergangenen Saison in Leipzig ist nicht vergessen. „Wir haben im Rückspiel gesehen, wozu sie im Stande sind. Dennoch glaube ich, dass wir die Chance haben, dort zu punkten und auch zu gewinnen, wenn wir wieder an unser Leistungslimit kommen. Wenn ich meiner Mannschaft mit einem Tor helfen könnte, wäre es natürlich umso schöner.“

Nach dem Hickhack um seinen Wechsel zur PSV Eindhoven, der letztlich platzte, steht Douglas Santos gegen Leipzig erstmals in dieser Saison im 18-Mann-Kader. Vor den Spielen gegen den FC Augsburg und beim 1. FC Köln hatte Coach Markus Gisdol den Linksverteidiger aus dem Aufgebot gestrichen: „Die Situation mit ihm ist geklärt und das tut ihm gut. Ich hatte in den Wochen zuvor den Eindruck, dass ihn die Situation belastet hat. Wir haben uns jetzt besprochen und einen Strich darunter gemacht“, so der Trainer. Und weiter: „Das kann jetzt ein neuer Start für ihn in eine erfolgreiche Saison werden. Von meiner Person aus gibt es auf jeden Fall eine neutrale Bewertung.“

In der Tabelle liegt der HSV zwar aktuell vor RB Leipzig, doch der Vizemeister geht als Favorit in die Partie. Doch Markus Gisdol erwartet ein Spiel auf Augenhöhe: Ich bin voller Vorfreude auf dieses Duell. Leipzig war im vergangenen Spieljahr in der Hinrunde die beste Pressing-Mannschaft der Liga, und wir zählten in der Rückrunde zu den besten Pressing-Mannschaften. Ich bin gespannt, wie das Spiel abläuft und was sich am Ende durchsetzt“, sagte der HSV-Coach und zollte dem Gegner Respekt: „Leipzig hat eine unglaublich gute Qualität und viel Speed auf den einzelnen Positionen, aber wir wissen natürlich auch, was wir können. Wir trauen uns einiges zu und ich bin mir sicher, dass unsere Mannschaft an ihr Maximum gehen wird. Ob das am Ende gegen einen guten Gegner reichen wird, werden wir sehen, aber wir werden alles reinhauen, um dieser Mannschaft Paroli zu bieten.“