HSV-Leihgabe Alen Halilovic hat in der spanischen Primera Division am dritten Spieltag den ersten Sieg eingefahren. Beim FC Malaga gewann das Team mit 3:1, Halilovic stand nach Rotsperre in der Startelf und bereitete den Führungstreffer vor.

Ist das bitter! Bis zuletzt hoffte der HSV, Rick van Drongelen sei mit einer Muskelverhärtung davongekommen – nun ist klar: Auch der Holländer hat sich schwerer verletzt und wird wohl mehrere Wochen lang fehlen. Der 18-Jährige leidet unter einem Knochenödem im Becken. Im Normallfall sind da erstmal einige Wochen Ruhe angesagt. Gegen Hannover fehlt er auf jeden Fall. Vom Verein hieß es: „Im Hinblick auf eine weitere Prognose muss der Genesungsverlauf abgewartet werden.“ Üble Kunde für den HSV, denn im Abwehrbereich wird auch noch Bjarne Thoelke noch rund zwei Wochen lang fehlen. Zudem sind die Offensivkräfte Nicolai Müller, Filip Kostic und Aaron Hunt verletzt.

Nach den Übertragungspannen des Eurosport Players bei den HSV-Spielen in Köln und gegen Leipzig und vor dem nächsten Freitagsspiel in Hannover hat der Verein einen deutlichen Brief an die DFL verfasst. Auf der Vereinshomepage heißt es:

Nach den erheblichen technischen Problemen während der Übertragungen der letzten beiden Spiele des Hamburger SV hat sich der HSV-Vorstand nun offiziell an die DFL gewandt. Der Vorstand des Hamburger SV hat am heutigen Montag (11. September) ein energisches Schreiben an die Deutsche Fußball Liga (DFL) verfasst und sie darin dazu aufgefordert, entschlossen beim gemeinsamen Partner Eurosport/Discovery vorstellig zu werden. „Nachdem wir die Einteilung mit drei Freitagsspielen an den ersten vier Spieltagen klaglos hingenommen haben, können wir es nun nicht tolerieren, dass unsere Anhänger die den TV-Verträgen geschuldeten Leistungen an den letzten beiden Spieltagen nicht oder nur teilweise in Anspruch nehmen konnten. Der HSV und seine Fans sind bislang die Hauptgeschädigten der fehlerhaften Übertragungen. Auch im Hinblick auf unser neuerliches Freitagsspiel diese Woche in Hannover haben wir es als unsere Pflicht angesehen, das Beschwerdeschreiben bei der DFL zu hinterlegen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Am zweiten und dritten Bundesliga-Spieltag war es bei den Live-Übertragungen seitens Eurosport zu erheblichen technischen Problemen gekommen, die es den HSV-Anhängern nicht oder kaum ermöglichten, die Spiele ihres Vereins zu verfolgen.

Mit Tatsuya Ito (20) und Aaron Opoku (18) waren heute zwei Debütanten im Training der Profis dabei, die sich in dieser Woche zeigen und für einen Platz im Kader für das Gastspiel am Freitag in Hannover empfehlen wollen. Die MOPO fragte Talente-Manager Marinus Bester, was die beiden draufhaben. „Ito hat eine tolle Mentalität, gute Technik im hohen Tempo, dadurch ist er im Dribbling kaum fair zu stoppen. Mit 1,66 Meter ist er zwar recht klein, aber er weiß sich trotzdem durchzusetzen“, sagte Bester über den Japaner. Und weiter: „Opoku ist ein eleganter Spieler mit super Technik. In der Offensive ist er gut in Eins-gegen-Eins-Situationen, am Defensivverhalten muss er arbeiten. Und er braucht ‚Druck‘, um Höchsteistung zu bringen.“

Eines der skurrilsten Programme zur Bundestagswahl hat „Die Partei“ verfasst: Das Bündnis fordert unter anderem den Abstieg des HSV! Unter Punkt eins mit dem Titel „Bekenntnis zu Gerechtigkeit“ heißt es: „Die Partei fordert die Durchsetzung allumfassender universeller Gesamtgerechtigkeit, zumindest aber doppelt so viel Gerechtigkeit wie die SPD. Beschwerden über angebliche Ungerechtigkeiten sind mit aller Gewalt zu unterdrücken. Um den gesellschaftlichen Stellenwert der Gerechtigkeit zu unterstreichen, steigt der Hamburger SV künftig jährlich ab, wohin auch immer.“  „Die Partei“ wird vom ehemaligen Chefredakteur des Satire-Magazins „Titanic“, Martin Sonneborn, angeführt.

Ein schönes Wochenende liegt hinter Tomás Rincón und Milan Badelj, die einst gemeinsam im defensiven Mittelfeld für den HSV kickten und nun in Italien ihr Geld verdienen. Rincón siegte mit dem FC Turin 1:0 bei Benevento, ist nach drei Spielen Tabellenfünfter. Den ersten Saisonsieg strich Badelj mit dem AC Florenz ein, gewann 5:0 bei Hellas Verona. Beide Ex-Hamburger spielten 90 Minuten lang durch.

Die aktuelle Saison steht noch am Anfang, doch HSV-Sportchef Jens Todt bastelt schon jetzt an künftigen Transfers und will sich offenbar bei seinem Ex-Klub bedienen. Wie das Onlineportal „abseits-ka“ berichtet, hat er Kontakt zum Karlsruher SC aufgenommen, um über einen Transfer von Florent Muslija zu verhandeln. Der 19-jährige Offensiv-Allrounder hatte beim Zweitliga-Absteiger erst im Sommer einen Profivertrag bis 2019 erhalten, in der laufenden Drittliga-Saison kam der deutsche U20-Nationalspieler in allen sieben Partien zum Einsatz. Auch Bayer Leverkusen soll an Muslija interessiert sein.

Karlsruhes Florent Muslija (l.) läuft im DFB-Pokalspiel Leverkusens Wendell davon. (Foto: Imago)