Nach der U21 grüßt nun auch die U19 des HSV von der Tabellenspitze. In der Bundesliga Nord der A-Junioren gewannen die Hamburger ihr Heimspiel gegen den VfL Osnabrück mit 6:3 (2:2). Aus sechs Spielen holte der HSV 15 Punkte. Dank des besseren Torverhältnisses zogen die Rothosen an Werder Bremen (1:0 gegen RB Leipzig) vorbei.

Die Personalnot war so groß wie selten, in der Offensive lief wenig zusammen, und dennoch durfte Luca Waldschmidt in Hannover keine einzige Minute ran. „Weil ich mit seinen Leistungen zuletzt nicht zufrieden war“, erklärte Trainer Markus Gisdol, der sich auch auf Nachfrage, was der Youngster denn falsch gemacht habe, schmallippig gab. „Das weiß er schon. Das müssen Sie nicht wissen.“

Enttäuschend war in Hannover die Leistung der HSV-Offensivabteilung. Weder Sven Schipplock noch der in der 60. Minute ausgewechselte Bakery Jatta gaben einen Schuss auf das Tor der Hausherren ab. Auch die Zahl der Ballkontakte (Schipplock 19, Jatta 23) zeigt, dass beide Stürmer überhaupt nicht ins Spiel fanden. Trainer Markus Gisdol nahm die Angreifer allerdings in Schutz. „Wir können ihnen keinen Vorwurf machen. Sie haben so noch nie zusammengespielt und natürlich ist es schwierig für sie, wenn dann alles auf sie ausgerichtet ist“, sagte er.

Befürchtungen, der HSV könne trotz der zwei Siege zum Saisonstart nun nach unten durchgereicht werden, teilt Trainer Markus Gisdol nicht. „Wir haben sechs Punkte im Rücken“, sagt er. „Wir haben zwar schwere Spiele vor der der Brust, aber wir waren immer in schwierigen Situationen auch in der Lage zu punkten.“ Die nächsten Gegner heißen Dortmund, Leverkusen und Werder Bremen.

Das Spiel ist aus! Die U21 des HSV ist neuer Tabellenführer der Regionalliga Nord. Mit 2:0 (2:0) gewannen die „Rothöschen“ im Wolfgang-Meyer-Stadion gegen den bisherigen Spitzenreiter VfB Lübeck. Beide Tore erzielte Matti Steinmann (23., Elfmeter/29.). Aus sieben Spielen holte die HSV-Reserve stolze 19 Punkte.

Bis zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Mittwoch, 20.30 Uhr) wird sich das Lazarett des HSV kaum lichten. „Die Situation wird sich nicht schlagartig verbessern“, sagte Trainer Markus Gisdol. „Die größte Chance wird sicherlich bei Bobby Wood bestehen. Aber wir müssen noch zwei, drei Tage abwarten“, gab der Coach zu Protokoll. Gisdol wollte dennoch kämpferisch wirken: „Es hilft nichts, wenn wir jetzt lamentieren. Wir werden am Mittwoch eine schlagkräftige Truppe auf den Platz kriegen.“