Als ehemaliger Torschützenkönig der Bundesliga hat Sergej Barbarez (46) eine klare Meinung zur aktuellen Abteilung Attacke seines Ex-Vereins: „Nachdem Leipzig vor einer Woche einfach eine Nummer zu groß war, wurde in Hannover überdeutlich, dass der HSV mit dieser Offensive nicht wettbewerbsfähig ist“, sagte Barbarez dem „kicker“. „Markus Gisdol muss mit einer Offensive auskommen, die in dieser Besetzung nicht konkurrenzfähig ist.“ Ein Grund sei das aktuelle Verletzungspech: „Selbst Nachkäufe hätten diese Verluste nicht auffangen können. Ich gehe sogar noch weiter: Auch der FC Bayern hätte Mühe, wenn zeitgleich Ribéry, Robben, Müller und Lewandowski ausfallen würden.“ Ohne großartige Verstärkungen spätestens zum Winter befürchtet Barbarez eine erneut harte Saison für den HSV.

Am Montag kehrten die zuletzt verletzten BVB-Profis Marc Bartra und André Schürrle zurück ins Training. Dennoch sind der Abwehrspieler und der Angreifer noch keine Option für das Duell am Mittwoch beim HSV. „Für sie kommt das Spiel noch zu früh“, sagte Trainer Peter Bosz. Dagegen steht Mario Götze wieder bereit. Der Weltmeister hatte am Sonntag beim 5:0 über den 1. FC Köln wegen einer Kieferblessur pausiert. „Wenn er auch morgen normal trainiert, sieht es gut aus.“ Auf den am Oberschenkel verletzten Jeremy Toljan muss der BVB allerdings erneut verzichten. „Er wird nicht lange ausfallen, nicht Wochen“ so Bosz, „aber ein paar Tage wird es noch dauern.“

Schiedsrichter Felix Zwayer wird das Heimspiel des HSV am Mittwoch gegen Dortmund leiten. Die Hamburger Bilanz mit dem Berliner ist mit je sieben Siegen und Niederlagen sowie zwei Unentscheiden ausgeglichen. Zuletzt pfiff er den 2:1-Heimsieg gegen Hoffenheim im April.