Da ist einer heiß! André Hahn kommt aus der Nähe von Cuxhaven, in der Jugend hat er für den HSV gespielt. Klar, dass das Nordderby gegen Bremen für ihn kein Spiel wie jedes andere ist. Der „Bild“ sagte er: „Es ist für mich ein großer Tag. Es ist mein erstes Nordderby, das ich miterlebe. Ich freue mich riesig darauf. Ich weiß, worum es geht. Es bedeutet allen sehr viel. Dass wir uns da zerreißen müssen, ist ganz klar. Die letzten Spiele für uns waren nicht so gut. Wir wissen, dass wir einiges wieder wett machen können.“

Auf Sejad Salihovic wartet am Sonnabend sein erstes Nordderby. Der vor zwei Wochen zum HSV gewechselte Mittelfeldmann ist gespannt auf die Partie gegen Werder Bremen – und denkt vor allem an die Fans. „Ich freue mich darauf, gerade weil wir den Fans einen so wichtigen Sieg schenken können. Wir wollen das Spiel vor allem für sie gewinnen. Die HSV-Fans sind schon etwas Besonderes. Es war großartig, wie sie uns nach der Niederlage in Leverkusen wieder angefeuert haben“, so Salihovic auf der Klub-Homepage. „Sie haben Erwartungen und stehen voll hinter uns und deshalb müssen wir als Mannschaft auf dem Platz einfach alles geben.“

Sein Start war nicht sonderlich gut. Seit dieser Saison ist Ex-HSV-Profi Raphael Wicky Trainer des FC Basel. In der Liga liegt der Serien-Champion bereits sechs Zähler hinter Spitzenreiter Young Boys Bern. Heute aber soll es in der Champions League rappeln! Wicky und der FCB empfangen nach ihrer Auftaktpleite bei Manchester United (0:3) das ebenfalls noch punktlose Benfica Lissabon. Ein Erfolg heute (ab 20.45 Uhr), dann könnten die Wicky-Festspiele so richtig beginnen.

Zweikämpfe mit ihm taten fast ohne Ausnahme so richtig weh! Carsten Kober gehört zu den härtesten Raubeinen, die die Bundesliga je hervorgebracht haben. Noch immer verfolgt der inzwischen 49-Jährige die Geschehnisse rund um „seinen“ HSV – und Kober stößt dabei die Transferpolitik der Rothosen übel auf. „Der Kader ist zu dünn besetzt und die Mischung stimmt überhaupt nicht“, sagte er zur MOPO. Verwundert habe ihn aber der Umgang mit Pierre-Michel Lasogga: „Da gibt man einen Strafraumstürmer wie Lasogga ab und verpflichtet vier Wochen später mit Sejad Salihovic einen Spieler, der ihm die Bälle direkt auf den Kopf servieren kann. Das passt doch nicht zusammen.“