Die zweite Länderspielpause der Saison steht an. Im Volkspark wird es in den nächsten Tagen wieder übersichtlich. Mit Mergim Mavraj, Kyriakos Papadopoulos, Albin Ekdal, Bobby Wood, Gotoku Sakai, Luca Waldschmidt, Sejad Salihovic, Vasilije Janjicic, Fiete Arp und Filip Kostic sind zehn HSV-Spieler unterwegs. Kostic wurde trotz seiner Verletzung vom serbischen Verband angefordert. Beim HSV sorgt das für Kopfschütteln, letztlich ist man aber machtlos. Immerhin: der niederländische Verband zeigte sich gesprächsbereiter. Rick van Drongelen, der zunächst auch nominiert war, darf in Hamburg bleiben. 

Eigentlich hieß es zuletzt im Volkspark, dass Fiete Arp aufgrund seines Abiturs derzeit nur am Dienstag mit den HSV-Profis trainieren kann. In dieser Woche gab es dann plötzlich ein anderes Bild. Der 17-Jährige machte fast alle Einheiten mit und feierte am Sonnabend gegen Bremen direkt sein Bundesliga-Debüt. Wie kam es zu der Arp-Premiere? Die U17-WM und die Verletzung von Sven Schipplock machten es möglich.

Geplant war, dass für Arp bereits am vergangenen Mittwoch die Vorbereitung auf die  U17-WM in Indien beginnt. Dann verletzte sich Sven Schipplock beim HSV. Auf der Suche nach einem zentralen Stürmer fragte der HSV beim DFB nach, ob Arp nicht noch ein paar Tage länger in Hamburg bleiben könne. Es folgte die Erlaubnis. Da Arp aufgrund der WM ohnehin schon für diese Woche von der Schule freigestellt worden war, konnte er im Volkspark direkt voll durchstarten.

Heute machte sich der Angreifer nun auf den Weg zur U17-WM. Nach der Rückkehr soll er im besten Fall dauerhaft bei den Profis trainieren. Dafür will sich Markus Gisdol einsetzen. Der Trainer: „Ich würde gerne alles mobilisieren, dass er einerseits sein Abitur hinbekommt, aber auch bei uns mehr trainieren kann.“ Eine Sonderreglung womöglich mit Privatlehrer wird gesucht. Erst mal zählt für Arp jetzt aber nur die WM in Indien. Am Sonnabend geht es gegen Costa Rica für den DFB-Nachwuchs los.

Seine Aufstellung war eine dicke Überraschung: Vasilije Janjicic gewann bei seinem ersten Startelfeinsatz dieser Saison gute 56 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte hinter Ekdal die zweitniedrigste Fehlpassquote der Hamburger (14 Prozent).