Im Interview mit „Sport 1“ hat HSV-Boss Heribert Kühne auch erneut zur Rolle von Investor Klaus-Michael Kühne Stellung genommen. Kühne war in dieser Woche von DFL-Präsident Reinhard Rauball kritisiert worden. „Im Unterschied zu Herrn Rauball habe ich gesagt, dass Herr Kühne noch nie ins operative Geschäft eingegriffen hat. Und dass mir die Diktion der Aussagen von Herrn Kühne (Luschen, Jahrhundert-Flop, Anm.d.Red.) nicht gefallen hat. Ich bin davon überzeugt, dass Herr Kühne inzwischen weiß, dass das keine glücklichen Aussagen waren. Irgendwann muss die Geschichte auch beendet sein“, sagte Bruchhagen. „Wir sind Herrn Kühne dankbar, dass er immer da war, wenn der Verein in einer schwierigen Situation war.“ Auf die Frage, ob Kühne Fluch oder Segen für den HSV sei, antwortete Bruchhagen: „Herr Kühne kann niemals Fluch sein. Er war für den HSV in schwieriger Situation immer ganz, ganz wichtig und hat dem Verein nach bestem Wissen geholfen. Es gibt nicht den Ansatz eines Fluches. Nur wegen eines unglücklichen Interviews? Das ist eine Fehleinschätzung.“

Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen hat im Interview mit „Sport1″ eine Prognose zu einer eventuellen Zitter-Saison des HSV abgegeben. „Ich weiß, dass wir eine schwere Hinrunde haben werden. Die ersten Vier des letzten Jahres, die auch jetzt wieder oben stehen, haben wir hier zu Hause. Gegen die Mannschaften auf Augenhöhe müssen wir in der Regel auswärts spielen“, sagte er.  „Meine Erfahrung sagt mir, dass wir in der Hinrunde weitaus weniger Punkte holen als in der Rückrunde. Das wirkt sich auch tabellarisch aus. Es ist meine Aufgabe, die richtige Einschätzung vorzunehmen und dafür zu sorgen, dass die Aufregung um uns herum nicht zu groß wird.“

Beim HSV ist Direktor Sport Bernhard Peters maßgeblich für die Nachwuchsarbeit verantwortlich. Doch der ehemalige Hockeybundestrainer beschäftigt sich auch im Allgemeinen mit dem Fußball und outet sich als Befürworter des Videobeweises. Um die Attraktivität des Fußballs zu steigern, hat Peters eine Idee und plädiert für eine Abseitsrevolution: „Ich halte zum Beispiel die Einführung von Viertellinienabseits für überlegenswert. Das Spiel wird automatisch attraktiver, weil die Stürmer 25 Meter mehr Kombinationsraum bekommen“, sagte er Goal.com. Zudem macht sich Peters auch für fliegende Wechsel stark: „Die Vorteile liegen klar auf der Hand: bessere Kaderdynamik, Einsatz mehrerer Spieler und somit stärkeres Gruppengefühl, besseres Coaching durch die Trainer möglich und leichterer Einsatz von Talenten und Rekonvaleszenten.“

Jetzt ist sogar schon RB Leipzig beliebter als der HSV. Das hat das Portal YouGov anhand einer Umfrage unter fußballinteressierten Personen in Deutschland ab 14 Jahren ausgewertet. Der HSV steht demnach mit 3,7 Prozent auf dem fünften Platz, RB Leipzig und Köln landeten mit jeweils 4,2 Prozent auf Platz drei und vier. Die Beliebtheitstabelle führt Bayern München (17,9 Prozent) vor dem BVB mit 15 Prozent an.