HSV-Idol Uli Stein, der von 1980 bis 1987 und 1994/95 beim Liga-Dino zwischen den Pfosten stand, hat im Verlauf seiner Torwart-Karriere auf exotische Hilfsmittel zurückgegriffen. „Ich bekam auch Mixturen aus Schlangen- und Ameisengift in den Fuß gespritzt, als der übel angeschwollen war“, sagte der bis heute älteste Torhüter der Bundesliga-Geschichte der „Sport Bild“. Nach seiner aktiven Laufbahn hätte er gern einen Job im Profifußball übernommen, aber „in den Vereinen sind keine Leute gefragt, die eine eigene Meinung haben. Die werden nicht gesucht“, so Stein, der 1997 mit 42 Jahren sein letztes Bundesligaspiel für Arminia Bielefeld absolvierte.

Nach schwachem Start ist Ex-HSV-Coach Thorsten Fink mit Austria Wien auf Kurs, seit acht Spielen ungeschlagen. Nun wird er als Nachfolger von Marcel Koller als Österreichs Nationaltrainer gehandelt. Und Fink zeigt sich offen: „Das wäre natürlich eine reizvolle Aufgabe, mit einer tollen Mannschaft etwas aufzubauen. Es ist toll, dass mein Name genannt wird, weil es zeigt, dass meine Arbeit bei Austria Wien honoriert wird. Aber mich hat noch keiner angesprochen – von daher ist da nichts dran“, sagte Fink.

Der HSV steht vor dem Spiel in Mainz mal wieder unter Druck. Trotz zuletzt fünf tor- und sieglosen Spielen in Folge zeigt sich  Torwart Christian Mathenia zuversichtlich: „Das 0:0 im Derby gegen Bremen habe ich als Fortschritt gesehen. Ich denke, dass wir den Schwung mitnehmen können nach Mainz und dort punkten. Aber egal, wie es ausgeht, ist nach dem Spiel in Mainz nichts verloren. Deshalb sollten wir alle Ruhe bewahren“, sagte er der „Sport Bild“. Zur ständigen Unruhe rund um den HSV meinte Mathenia: „Das interessiert uns in der Kabine nicht. Wir Spieler wissen schon, dass wir die Hauptakteure sind. Wenn wir unsere Leistung bringen und gewinnen, gibt es auch weniger Nebengeräusche.“

Hinweis an alle Fans, die sich auch gern das Training der HSV-Profis im Volkspark reinziehen: Heute findet die letzte öffentliche Einheit vor dem Gastspiel am Sonnabend bei Mainz 05 statt. Markus Gisdol bittet seine Profis um 15 Uhr auf den Platz. Morgen und Freitag wird dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit gearbeitet.

Wie bitter und enttäuschend für Bobby Wood: Die USA haben (erstmals seit 1986!) sensationell die Qualifikation für die WM verpasst! Das blamable 1:2 am letzten Spieltag bei Schlusslicht Trinidad und Tobago hat das Aus besiegelt. Dabei hätte ein Remis gereicht! Nach dem 0:2-Pausenrückstand konnte Dortmunds Pulisic lediglich verkürzen (47.). Wood spielte durch, traf aber nicht. Somit hat der HSV-Stürmer kommenden Sommer frei. Dagegen hat sich das kleine Land Panama (2:1 gegen Costa Rica) als Dritter in Nord- und Mittelamerika erstmals qualifiziert, Honduras (3:2 gegen Mexiko) trifft in den Playoffs auf Australien.

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