Die Nationalspieler sind allesamt nach Hamburg zurückgekehrt, außer Albin Ekdal (Faszienverletzung im Oberschenkel) stehen sie Markus Gisdol am Sonntag bei Schalke 04 zur Verfügung. Der HSV-Coach bittet heute zum Geheimtraining. Oder anders ausgedrückt: Es wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit gearbeitet.

Da gab es dann wohl keine Einigung. Auf der Aufsichtsratsitzung der HSV Fußball AG sollte heute über die Kandidaten für das künftige Kontrollgremium abgestimmt werden, damit der neue Rat auf der nächsten Hauptversammlung der AG am 18. Dezember präsentiert werden kann. Beschlossen wurde am Ende, dass die nächste Hauptversammlung und damit auch die Aufsichtsrat-Entscheidung auf das erste Quartal 2018 verschoben wird. Offenbar wird bei der Suche nach der richtigen Zusammenstellung mehr Zeit gebraucht.

Neun Einsätze und nur ein Tor stehen in der laufenden Bundesligasaison für Bobby Wood zu Buche, dessen Vertrag im Sommer bis 2021 verlängert worden war. Nun steckt der US-Boy in der Krise, wurde zuletzt gegen Stuttgart von Fiete Arp (17) aus der Startelf verdrängt. Trotz des Formlochs des Angreifers wird HSV-Sportchef Jens Todt aber nicht nervös, wie er im Gespräch mit der MOPO vesicherte: „Wir glauben total an Bobby – ohne Frage! Er hat jetzt ein kleines Tief und längere Zeit nicht getroffen. Aber auch er wird wieder seine Tore machen.“

Talente-Boom beim HSV! Nach Fiete Arp, der in drei Einsätzen für die Profis des HSV zwei Tore erzielte, will jetzt auch der beste Kumpel des 17-jährigen Sturm-Juwels angreifen. Marco Drawz (18) spielt für die U19 des Liga-Dinos, durfte zuletzt aber bei Markus Gisdol vorspielen. Sein Vorbild? Arp! „Wir haben als Kinder zusammen angefangen, im Garten zu spielen, waren dann gemeinsam bei unserem ersten Verein (SV Wahlstedt, d. Red.), sind zusammen zum HSV gegangen und wohnen jetzt zusammen im Internat“, sagte der polnische Junioren-Nationalspieler der „Sport Bild“. Und weiter: „Es wäre mein Traum, zusammen mit Fiete im Volksparkstadion zu spielen. Min Ziel ist es, direkt den Sprung in den Profi-Bereich zu machen.“

Die Niederländer sind in der Qualifikation gescheitert, verfolgen die WM 2018 in Russland nur von der Couch aus. HSV-Holländer Rick van Drongelen ist darüber natürlich enttäuscht, sagte er der „Bild“, sieht aber auch einen positiven Aspekt: „Vielleicht ist das WM-Aus auch eine Chance für mich. Auch wenn die A-Nationalmannschaft derzeit noch kein Thema ist. Mein Fokus liegt in Bezug auf die Nationalmannschaft auf der U21-EM 2019 in Italien.“