Klingt verrückt, ist aber Fakt: Am Sonntag beim FC Schalke 04 fehlt Albin Ekdal dem HSV seit der Verpflichtung des Schweden für 3,5 Millionen Euro im Sommer 2015 zum 34. Mal wegen einer Verletztung. Damit hat der Mittelfeld-Mann eine komplette Saison verpasst. Aktuell setzt ihn eine Faszienverletzung im Oberschenkel außer Gefecht. Trainer Markus Gisdol muss davon ausgehen, dass Ekdal ihm auch in den folgenden Spielen gegen 1899 Hoffenheim und beim SC Freiburg fehlen wird.

Das Duell zwischen Schalke 04 und dem HSV ist auch das Duell zweier alter Kollegen: Domenico Tedesco, seit Sommer in Gelsenkirchen im Amt, und Hamburgs Coach Markus Gisdol waren bei 1899 Hoffenheim Kollegen. Bis Oktober 2015 trainierte Gisdol die Profis der TSG, Tedesco übernahm im Sommer 2015 die B-Junioren. Nun treffen sie sich erstmals als Rivalen in der Bundesliga wieder.

Die heutige Einheit verlegte Markus Gisdol vom Platz in den Kraftraum. Bis auf Nicolai Müller (Reha in Köln nach Kreuzbandriss), Bjarne Thoelke (Teilriss des Syndesmosebandes) und Albin Ekdal (Faszienverletzung im Oberschenkel) waren alle Hamburger Profis am Start.

Horst Hrubesch ist zwar DFB-Sportdirektor, vor allem aber eine HSV-Ikone. Nun träumen die Fans davon, dass Fiete Arp (17) seine und vielleicht sogar noch größere Fußstapfen treten könnte. Jeder aufstrebende Stürner werde „an Uwe Seeler gemessen“, so Hrubesch in der „Welt“. Und: „Fiete bringt alles mit, er muss aber seinen eigenen Weg gehen. Du brauchst auch eine gute, funktionierende Mannschaft, um erfolgreich zu sein. Auch für Arp wird das entscheidend auf dem Weg werden, einmal ein richtig Guter zu werden.“ Der 66-Jährige ist vollauf überzeugt von Arps Qualität, sagt aber auch: „Die Gegenspieler werden sich jetzt, nach seinen ersten Torerfolgen, anders auf ihn einstellen. Die Kunst ist, die guten Leistungen immer wieder zu bestätigen. Das ist ein langer Weg.“