Er wird schmerzlich vermisst, doch nachdem sich Nicolai Müller im ersten Spiel der Saison gegen Augsburg (1:0) bei seinem Torjubel das Kreuzband gerissen hatte, befindet sich der Angreifer in der Reha in Köln. „Es wurde genug über diese Aktion gelacht – und das ist verständlich. Es war dumm und unglücklich. Aber ich glaube, mehr Pech kann man in solch einer Situation nicht haben. Es ist einfach beschissen gelaufen und frustrierend“, sagte Müller der „Bild“ und versicherte: „Der Hubschrauber-Jubel in dieser Form ist Geschichte.“ Wann er dem HSV wieder helfen wird? „Im Endeffekt geht es mir nicht um einen neuen Kreuzbandriss-Reha-Weltrekord, sondern um etwas Nachhaltigeres. Was bringt es mir denn, wenn ich nach vier Monaten wieder auf dem Platz stehe und nach fünf Monaten wieder kaputt bin? Gar nichts! Dein Kreuzband heilt nicht schneller, nur weil du es permanent erzwingst.“ Sicher ist Müller, dass er gestärkt aus der Zwangspause hervorgehen wird: „Bei all den negativen Beispielen, von denen man immer spricht, gibt es so viele Spieler, die besser zurückgekommen sind, als sie vorher waren, und noch Jahre auf Top-Niveau gespielt haben. Ich mache mir da überhaupt keinen Kopf. Ich bin mir sicher, dass auch ich stärker zurückkomme. Ihr werdet mich in dieser Saison noch jubeln sehen!“

Der HSV hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Minus von 13,4 Millionen Euro abgeschlossen, das geht aus dem Jahresabschlussbericht für 2016/17 hervor, den Finanzvorstand Frank Wettstein heute veröffentlichte. Die Verbindlichkeiten betragen 105,5 Millionen Euro, die erzielten Umsatzerlöse 122,1 Millionen Euro. Der HSV landete zum siebten Mal hintereinander in den Roten Zahlen. Für die Saison 2017/18 peilt der HSV ein ausgeglichenes Ergebnis an. Die Hamburger kalkulieren übrigens mit Rang zwölf am Ende der laufenden Saison, aktuell steht das Team von Markus Gisdol auf Platz 15.