Hitzige Gefechte lieferte sich Mergim Mavraj mit Hoffenheims Angreifer Sandro Wagner, den er noch aus gemeinsamen Zeiten bei der deutschen U21 kennt. Was ihn nervte: „Sandro und auch Mark Uth haben ununterbrochen geredet, mit sich, dem Schiedsrichter, den Maulwürfen. Das war echt zu viel, damit haben sie sich keinen Gefallen getan.“

Wie die englische Zeitung „Mirror“ berichtet, hat der FC Chelsea den Kampf um Fiete Arp für sich entschieden und die englischen Rivalen Manchester City sowie den FC Arsenal ausgestochen. Dem Bericht zufolge steht die Einigung mit dem 17-jährigen Sturm-Juwel des HSV kurz bevor. Arp ist in Hamburg bis 2019 unter Vertrag. Im kommenden Sommer könnte man ein letztes Mal Ablöse kassieren – sollte der Angreifer die vom Verein erhoffte Verlängerung ablehnen.

Ein starker Auftritt, ein souveräner Sieg, drei Tore, kein Gegentreffer. Kein Wunder, dass MarkusGisdol nach dem Duell mit seinem Ex-Klub 1899 Hoffenheim vollauf zufrieden war. „Uns ist es die meiste Zeit gelungen, dem Gegner keine Luft zu lassen. Wir sind sehr eng dran gewesen und haben gutes Pressing gespielt. Über das ganze Spiel betrachtet hatten wir aus meiner Sicht die klareren Torchancen. Allerdings haben wir es versäumt, frühzeitig das 2:0 zu machen, obwohl wir richtig gute Chancen hatten. Aber dann hatten wir das Glück, dass wir das zweite Tor nach so einem Freistoß machen. Das dritte Tor ist dann vielleicht einen Tick zu hoch, aber ich glaube auch, dass es ein verdienter Sieg von unserer Seite war“, sagte der HSV-Coach. Warum? „Uns tut es gut, weil wir zuletzt oft gelobt wurden, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben, aber dafür zu wenig Punkte geholt haben. Heute haben wir eine gute Kombination geschafft, zwischen einem guten Spiel und gleichzeitig drei Punkten.“

Zweimal musste sich Bobby Wood zuletzt mit der Joker-Rolle begnügen, hockte gegen Stuttgart (3:1) und bei Schalke 04 (1:2) zunächst auf der Bank. Groll auf Markus Gisdol hegt er nicht, ganz im Gegenteil. Der US-Boy erklärte nach dem 3:0 über Hoffenheim und seinem Startelf-Coeback: „Es ist normal, dass ich zuletzt nicht gespielt habe. Wir waren nicht erfolgreich und der Trainer musste etwas verändern. Das ist für mich kein Problem und ich bin positiv geblieben. Natürlich will ich immer spielen, aber es geht nach Leistung und am Ende sitzen wir alle im gleichen Boot. Es geht nicht um mich, sondern um das Team und den Verein. Wir haben es heute sehr gut gemacht und auch in der zweiten Halbzeit nicht nachgegeben. Wir wussten, dass Hoffenheim zuletzt viele Spiele gemacht hat und deshalb haben wir immer wieder gepresst und so auch das 1:0 erzwungen. Das war eine geile Teamleistung“, so Wood.

Douglas Santos leitete das Eigentor von Kevin Akpoguma zur Führung mit einer scharfen Hereingabe ein und kam so zu seinem ersten Scorer-Punkt in der Bundesliga. Der Brasilianer überzeugte überhaupt mit seinem permanenten Vorwärtsgang und war zudem beim HSV der zweikampfstärkste Spieler: 78 Prozent seiner Duelle entschied er für sich.

Sonderlob für die HSV-Defensive: Erstmals in dieser Saison blieb 1899 Hoffenheim ohne Tor. Auswärts war es sogar das erste Spiel im Jahr 2017 ohne TSG-Treffer. Der HSV hatte die eigentlich so treffsicheren Kraichgauer sehr gut im Griff. Für den Liga-Dino war es übrigens der höchste Heimsieg seit dem 22. Februar 2014, auch damals hatte es unter Mirko Slomka gegen Dortmund einen 3:0-Erfolg gegeben.