Für Jens Todt war es der erste große Deal als HSV-Sportchef: Für 9,2 Millionen Euro holte er im vergangenen Winter den brasilianischen Olympiasieger Walace. Doch dieser spielt bei Trainer Markus Gisdol kaum eine Rolle, was den Samba-Kicker darüber nachdenken lässt, schon nach einem Jahr wieder zu gehen. „Wir werden mit dem HSV sprechen. Wir wollen keinen Ärger machen, aber wir müssen die HSV-Pläne kennen und für alle Seiten die beste Lösung finden“, sagte Walace-Berater Rogerio Braun der „Bild“.

Wie stellt sich die personelle Situation vor dem Keller-Krimi am Freitag beim SC Freiburg dar? Kehren André Hahn und Lewis Holtby in den 18-Mann-Kader zurück? Bilden Fiete Arp und Bobby Wood wieder eine Doppelspitze? Fragen, die Markus Gisdol morgen um 13 Uhr bei der Pressekonferenz gestellt bekommt. Die Antworten des HSV-Trainers gibt es hier.

Jens Todt hat das Interesse an Holland-Juwel Frenkie de Jong von Ajax Amsterdam bestätigt. „De Jong ist ein Spieler, den wir uns anschauen und den wir – wie ein Dutzend andere Spieler – intern diskutieren“, sagte der Sportchef des HSV der Facebook-Fangruppe „HSV1887tv“. Der 20-jährige Mittelfeldspieler steht noch bis 2019 beim niederländischen Spitzenklub unter Vertrag. Auch der FC Bayern, RB Leipzig, der FC Chelsea und Manchester City haben de Jong auf dem Zettel.

Zwei Tage vor dem Keller-Krimi beim SC Freiburg findet das Training der HSV-Profis heute im Volkspark unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Markus Gisdol will sich mit seiner Mannschaft in Ruhe auf das wichtige Auswärtsspiel vorbereiten.

Wie geht’s weiter in der Chefetage des HSV? Der Vertrag von Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen läuft am Saisonende aus und bislang hält sich der 69-Jährige offen, ob er seine Option zieht und bis 2019 verlängert. „Wir brauchen jetzt keine Vorstands-Diskussion. Bis zum 15. Dezember konzentrieren wir uns ausschließlich auf Sport“, sagte er der „Bild“. Wie die MOPO weiß, wird Finanz-Vorstand Frank Wettstein intern bereits als Nachfolger gehandelt. Bruchhagen kümmert das nicht, er schaut auf den Keller-Krimi am Freitag in Freiburg: „Das Spiel ist jetzt das Wich­tigs­te. Wenn wir da ein Un­ent­schie­den holen oder ge­win­nen, haben wir ganz viel er­reicht. Die Schlagd­is­tanz nach unten muss immer ge­wahrt sein.“ Der HSV würde mit einem Erfolg auf fünf Punkte davonziehen.

Nach Fiete Arp soll ein weiterer 17-Jähriger beim HSV durchstarten. Abwehr-Allrounder Tobias Knost wurde heute mit einem Profivertrag bis 2020 ausgestattet. „Tobias hat eine tolle Entwicklung hingelegt und ist ein Leistungsträger in unserer U19. Zudem konnte er sein Potenzial und seine Dynamik schon im Training und in einigen Testspielen bei den Profis unter Beweis stellen“, sagte Sportchef Jens Todt über Knost, der im Sommer 2014 von TeBe Berlin nach Hamburg wechselte und seitdem die Jugendmannschaften des HSV durchlief.

HSV-Sportchef Jens Todt gratuliert Tobias Knost (r.) zum Profivertrag. (Foto: HSV)