Aaron Hunt war beim HSV eigentlich schon aussortiert, hat sich aber zurückgekämpft und ist derzeit wieder eine feste Größe im Team von Markus Gisdol. Wie erlebt er die persönliche Achterbahnfahrt? „Die letz­ten Jahre waren aber ja ge­ne­rell nicht son­der­lich pri­ckelnd. Für mich geht‘s ein­fach darum, es mir selbst zu be­wei­sen. Ich habe einen ge­wis­sen An­spruch an mich sel­bst, dem will ich jeden Tag ge­recht wer­den. Auch wenn ich schon ewig dabei bin: Ich bren­ne immer noch so wie da­mals – als ich 18 war“, versicherte Hunt in der „Bild“. Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Wie geht es dann für ihn weiter? „Grund­sätz­lich kann ich mir na­tür­lich vor­stel­len, zu blei­ben. Aber es gab noch kei­nen Aus­tausch zwi­schen dem Ver­ein und mir. Wir haben wich­ti­ge Spie­le vor der Brust. Das steht für uns alle im Vor­der­grund.“

Jens Todt verzichtet auf das Freiburg-Spiel, schaut sich stattdessen in Argentinien potenzielle Zugänge an. Warum er gerade jetzt nach Südamerika reiste? „Es geht primär darum, sich endlich mal wieder einen persönlichen Eindruck vom argentinischen Markt zu machen. Mein Ziel ist es, jeden Tag ein bis drei Spiele zu schauen. Das Angebot in Buenos Aires ist riesig“, sagte Todt bei „Matz ab“. Und weiter: „Hamburg und der HSV werden hier hochgeschätzt. Beim Finale der Copa Sudaméricana wurde ich von einigen Fans auf der Tribüne erkannt, die mir direkt gesagt haben, welchen Spieler von ihrem Klub ich auf gar keinen Fall mitnehmen darf.“ Auch zu Walace, den er vor einem Jahr für 9,2 Millionen Euro verpflichtet hatte, der aber unter Trainer Markus Gisdol kaum eine Rolle spielt, äußerte er sich: „Ich sehe Walace keinesfalls als Fehleinkauf. Man muss Südamerikanern nur eine entsprechende Zeit zur Adaption einräumen. Bestes Beispiel ist doch nun Walaces Kumpel Douglas Santos, der nach anderthalb Jahren zeigt, warum wir ihn im Sommer 2016 geholt haben. Und ich bin mir absolut sicher, dass auch Walace großes Potenzial hat.“

Die Nachfrage, ob er schon von einem Sieg des HSV in Freiburg und dem Sprung ins Mittelfeld der Tabelle träume, beantwortete Klubboss Heribert Bruchhagen eindeutig: „Ich neige immer eher dazu, Worst-Case-Szenerien zu erträumen, dass mein Flugzeug abstürzt oder ich nicht laufen kann.“ Der Mann wird kein Berufsoptimist mehr, so viel steht fest.

Bobby Wood absolvierte heute nur Teile des Teamtrainings, weil er unter Sprunggelenksproblemen leidet. Sein Einsatz am Freitag in Freiburg soll aber nicht gefährdet sein. Offen, wie sich die Lage bei Walace (krank) und Lewis Holtby (Oberschenkelprobleme) entwickelt. Beide fehlten heute.