Matthias Sammer, als Experte für Eurosport in Freiburg im Einsatz, schmipfte über die Spielweise des HSV bei eigenem Torabstoß: „Man kann den Ball mal lang spielen. Aber nicht sieben oder achtmal. Ich kann das nicht akzeptieren! Ich hasse den Begriff Fehlervermeidung, aber ich habe das in der Bundesliga gelernt. Sie wollen gar nicht richtig Fußball spielen. Da platzt mir der Kragen! Ich muss immer versuchen, im Rahmen meiner Möglichkeiten Fußball zu spielen.“ Sein Fazit zum Spiel: „Ich bin schon ein wenig enttäuscht. Freiburg kann mit dem Punkt eigentlich nicht leben. Und die Hamburger sollen doch den Antrag stellen, dass sie ohne Ball spielen. Eine Mannschaft, die so gut im Rhythmus ist und hier dann so auftritt, das ist für mich für die Bundesliga zu wenig. Sie waren total passiv und wollten das zu null hinten nur absichern.“

Dennis Diekmeier sagte nach der Nullnummer in Freiburg: „Defensiv war es ganz gut, wir haben uns in jeden Zweikampf geschmissen. Die Null haben wir gehalten. Gut für uns, dass wir hier einen Punkt mitnehmen konnten.“ Torwart Christian Mathenia meinte: „Wir wussten, dass es eklig wird und sind am Ende froh, dass wir einen Punkt mit nach Hause nehmen. Wir haben damit aber nur das Minimalziel erreicht, hatten uns mehr vorgenommen. Wir wollten einfachen, aber effektiven Fußball spielen. Vorher war es ansehnlicher, aber dafür ohne Punkte.“

Der frühere HSV-Profi und Aufsichtsrats-Anwärter Marcell Jansen vertraut für das Spiel in Freiburg voll und ganz auf die Hamburger Doppel-Spitze. „Die Par­tie beim Sport­club wird zum oft zi­tier­ten Sechs­punk­te-Spiel und zum Cha­rak­ter-Test. Mit einem Sieg kön­nen wir einen gro­ßen Schritt in der Ta­bel­le ma­chen“, schreibt er in seiner „Bild“-Kolumne und erklärt: „Ich denke, die Dop­pel­spit­ze mit Fiete Arp und Bobby Wood wie zu­letzt gegen Hof­fen­heim wird auch in Frei­burg funk­tio­nie­ren. Fiete hat geile Lauf­we­ge, geht toll in die Eins-ge­gen-eins-Du­el­le. Bobby macht viele Bälle fest, hat gegen Hof­fen­heim Selbst­ver­trau­en ge­tankt.“