Albin Ekdal trifft mit seinen Schweden auf die DFB-Elf sowie Mexiko und Südkorea. Der HSV-Profi sagt zur WM-Auslosung: „Natürlich ist Deutschland ein Team, das ich nicht unbedingt in unserer Gruppe haben wollte. Deutschland ist eins der drei besten Teams bei der WM, es wird sehr schwer, sie zu schlagen. Korea und Mexiko sind ebenfalls gute Mannschaften, aber das werden die Spiele sein, die wir gewinnen können. Es hätte insgesamt auch schwerer kommen können, aber auch durchaus leichter. Ich freue mich, bei der WM dabei zu sein.“

Wenn der HSV zurückliegt, dann ging bislang allerdings gar nichts mehr. Nach Rückständen, was achtmal der Fall war, ist das Team von Trainer Markus Gisdol in dieser Saison noch ohne jeden Punkt. Das gilt sonst nur für Köln (elfmal), Stuttgart (sechsmal), Dortmund (viermal) und den FC Bayern (zweimal).

Vertraut man auf die Statistik, müsste der HSV in Freiburg nur das erste Tor erzielen, um die Punkte einzufahren. Als einziges Team in dieser Saison gaben die Hamburger nach einer Führung noch keinen Punkt ab (vier Führungen, vier Siege). Eine schöne Entwicklung: In der vergangenen Serie hatten die Rothosen noch 17 Zähler nach Führungen liegen gelassen.

Die Lose in Moskau sind gezogen, die Gegner der HSV-Profis bei der WM 2018 in Russland stehen fest: Filip Kostic trifft mit Serbien in der Gruppe E auf Brasilien, die Schweiz und Costa Rica. Albin Ekdal bekommt es mit Schweden in der Gruppe F mit Deutschland, Mexiko und Südkorea zu tun. Für Gotoku Sakai und Japan geht’s in der Gruppe H gegen Polen, Senegal und Kolumbien.

Zuletzt feierte der SC Freiburg einen wichtigen Heimsieg gegen Mainz (2:1), nun soll im Keller-Duell mit dem HSV der nächste Sieg her. Allerdings rechnet Christian Streich damit, dass es noch schwerer wird. „Wir müssen es noch besser machen und stabiler sein“, sagte der SCF-Coach. „Sie werden genauso draufgehen wie gegen Hoffenheim und versuchen, uns mit Pressing und Balleroberungen aus dem Konzept zu bringen.“

Fiete Arp? Bobby Wood? Beide! Auch in Freiburg wird Markus Gisdol wie schon gegen Hoffenheim (3:0) auf die Doppel-Spitze setzen. „Diese Variante kann sowohl auswärts als auch zu Hause interessant sein. Es kommt immer darauf an, was wir vorhaben und wie wir spielen wollen. Es ist auf jeden Fall eine weitere Option, die uns guttut“, sagte der HSV-Coach, der ohnehin darauf setzt, dass sein Team flexibel auftritt: „Innerhalb von wenigen Momenten eine funktionierende Mannschaft in einer anderen Grundordnung auf dem Platz zu haben, gibt uns weitere Möglichkeiten. An diesen Themen haben wie lange und intensiv gearbeitet.“

Vor dem Duell mit dem SC Freiburg hatte Markus Gisdol keine große Lust, markige Kampfansagen loszulassen. „Wir haben in den letzten Wochen vor den Auswärtsspielen immer viel gesprochen. Diesmal ist es vielleicht mal gut, weniger zu reden, sondern einfach abzuliefern. Das muss das Ziel und die Maßgabe für die Partie sein. Das gilt nicht nur für mich, sondern für die gesamte Mannschaft und die einzelnen Spieler: Nicht immer sagen, was wir alles machen wollen, sondern machen. In diesem Stadion muss man immer gut dagegenhalten können.“