Nach seiner heftigen Kritik über die Leistung des HSV beim 0:0 in Freiburg bekommt es Eurosport-Experte Matthias Sammer nun mit Uwe Seeler zu tun. „Ich würde Sam­mer vor­schla­gen, den Mund zu hal­ten. Nutzt alles nicht. Wir wis­sen doch, dass der HSV zur­zeit aus­wärts nicht viel bes­ser spie­len kann. Ich freue mich aber über den Punkt. Nur das ist wich­tig in un­se­rer ak­tu­el­len Si­tua­ti­on. Wir sind nicht in der Lage, groß­kot­zig zu sein. Jeder Zäh­ler ist für mich ein Hoff­nungs­schim­mer. Ich habe im Mo­ment keine gro­ßen An­sprü­che“, sagte das Klub-Idol der „Bild“.

Nachwuchs-Boss Bernhard Peters freut sich natürlich über die Entwicklung von Sturm-Juwel Fiete Arp, bremst den Hype aber auch ein. „Et weiß selbst, dass er noch einiges draufpacken muss, um sich einen gestandenen Bundesligaspieler nennen zu dürfen“, sagte Peters im NDR-„Sportclub“ und stellte klar, dass er bei Markus Gisdol keinen Bonus besitze: „Wir haben einen Trainer, der gerecht nach Leistung aufstellt – und das muss jeder akzeptieren, ganz egal, ob man 17 oder 34 Jahre alt ist. Wer aufgestellt wird, muss also auf dem Platz liefern.“

Auf den freien Sonntag folgt ein freier Montag. Markus Gisdol meint es also gut mit den Profis des HSV, erst morgen bittet der Trainer im Volkspark zur ersten Einheit im Rahmen der Vorbereitung auf Heimspiel am Sonnabend gegen den VfL Wolfsburg.

Der 14. Spieltag ist abgeschlossen, der HSV hat im direkten Duell den Angriff des SC Freiburg abgewehrt und liegt auf Rang 15 weiter zwei Punkte voraus. Vorletzter ist Werder (1:0 gegen Stuttgart) mit drei Zählern Rückstand auf den Nordrivalen. Der nächste HSV-Gegner Wolfsburg (3:0 über Gladbach), Hertha BSC und Stuttgart liegen drei Punkte, Mainz einen Punkt vor dem Liga-Dino.

Die „Dritte“ des HSV hat in der Oberliga Hamburg einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert und erstmals seit Wochen den letzten Tabellenplatz verlassen. Das Team von Trainer Marcus Rabenhorst und Ex-Profi Christian Rahn gewann bei Mit-Aufsteiger Vorwärts Wacker Billstedt mit 2:1 und steht nun auf Rang 16.

Beim HSV hat er viele Jahre die Knochen hingehalten und wurde zur Kult-Figur „HW4“, aktuell spielt Heiko Westermann in Österreich für Austria Wien. Morgen ist der Ex-Hamburger Studiogast bei „sky90“. In der Sendung von Moderator Patrick Wasserziehr wird Westermann sicher auch über die Entwicklung seines früheren Klubs sprechen.

Werner Spinner hatte keine Lust, die Personalie Dietmar Beiersdorfer zu kommentieren. Auf die Frage, ob man mit dem früheren HSV-Boss verhandelt habe, ließ sich der FC-Präsident zu einer schnippischen Antwort hinreißen: „Vielleicht war er hier auf dem Weihnachtsmarkt.“ Geschäftsführer Alexander Wehrle wollte sich am Sonntag ebenfalls nicht zum Interesse an Beiersdorfer äußern: „Wir haben seit sechs Wochen mit mehreren Kandidaten gesprochen. Wir haben ihnen zugesichert, ihre Namen nicht zu kommentieren.“ Allerdings ergänzte Wehrle mit Erregung in der Stimme: „Die Position des Geschäftsführer Sports muss besetzt sein. Wir werden bald eine Lösung präsentieren.“ Heißt sie Dietmar Beiersdorfer?