Beim 1. FC Köln soll es noch vor der heutigen Verpflichtung von Armin Veh als neuen Geschäftsführer Sport Überlegungen gegeben haben, Bruno Labbadia als neuen Trainer und „Feuerwehrmann“ zu verpflichten. Gegenüber Sky sagte der ehemalige HSV-Trainer nun: „Nein, ich werde nicht Trainer in Köln. Schwer zu sagen, wann sie mich wieder in der Bundesliga sehen.“ Momentan wird der FC von U19-Coach Stefan Ruthenbeck trainiert.

Wolfsburgs Dauerbrenner Maxi Arnold hat seine Rot-Sperre nach dem Platzverweis gegen Augsburg abgesessen und wird beim Spiel in Hamburg wohl direkt in die Startelf zurückkehren. „Davon gehe ich aus“, sagte der 23-Jährige „sportbuzzer.de“. Seine körperlichen Fähigkeiten werden im Nord-Duell gebraucht. Arnold: „Wir dürfen den Kampf nicht vergessen, müssen schon dagegenhalten. Aber wir gehen nicht in die Partie und sagen, wir müssen da jetzt den Mähdrescher rausholen. Das wäre der falsche Ansatz.“

Nur ein einziges der letzten zehn Heimspiele gegen Wolfsburg und eins der letzten zwölf Duelle überhaupt gewann der HSV – das aber hatte existenzielle Bedeutung. Luca Waldschmidt erzielte in der 88. Minute des letzten Saisonfinales das 2:1 und bewahrte Hamburg dadurch vor der Relegation. Nur gegen Bayern München (1,06 Punkte) weisen die Hamburger zu Hause einen schlechteren Punkteschnitt auf als gegen den VfL (1,25), der seinerseits gegen den HSV mit 62 seine zweitmeisten Zähler einfuhr.

Das kommt dann doch überraschend. Nachdem Ex-HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer lange als Topfavorit auf den Geschäftsführer-Posten beim 1. FC Köln galt, hat sich das Liga-Schlusslicht nun für Armin Veh entschieden. Der ehemalige HSV-Trainer hat in Köln einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. Er tritt seinen Dienst am 11. Dezember an. Armin Veh sagt: „Auf die Möglichkeit, beim 1. FC Köln ein nachhaltiges Projekt anzugehen, freue ich mich sehr. Die Verantwortlichen des FC haben mich davon sofort begeistert und ich sehe es als riesige Herausforderung und zugleich eine tolle Möglichkeiten, in diesem faszinierenden Traditionsclub etwas zu bewegen. Ich drücke der Mannschaft und dem Trainerteam die Daumen, dass sie schon am Donnerstag in Belgrad und dann im Spiel gegen den SC Freiburg mit Siegen ein echtes Zeichen setzen können.“

Die 30-tägige Dopingsperre des früheren HSV-Stürmers Paolo Guerrero (33) ist um weitere 20 Tage verlängert worden. Guerrero, der bereits Perus erfolgreiche WM-Playoffs gegen Neuseeland im November verpasst hatte, wird damit seinem brasilianischen Klub CR Flamengo im Finalhinspiel der Copa Sudamericana gegen Independiente aus Argentinien fehlen. Eine am 5. Oktober nach Perus WM-Qualifikationsspiel in Argentinien entnommene Urinprobe hatte ein „von der Norm abweichendes Analyseergebnis“ hervorgebracht. Deshalb war Guerrero vorläufig für 30 Tage von der FIFA suspendiert worden. Nach einer Anhörung hofft Guerrero, an der WM in Russland im kommenden Jahr teilnehmen zu dürfen.