Zivilfahnder der Bundespolizei haben vermutlich einen erneuten Pyro-Eklat im Volksparkstadion verhindert. Die Beamten nahmen am vergangenen Sonnabend gegen 9.30 Uhr im Bahnhof Oldenburg laut „Abendblatt“ einen 23-jährigen HSV-Fan fest, der mit Pyrotechnik zündelte. Er war auf dem Weg zum Heimspiel gegen Wolfsburg, als er aus einer Gruppe von Anhängern heraus ein „Stroboskop-Feuerwerk“ auf den Bahnsteig warf. Kurz darauf wurde ein Nebeltopf gezündet. Bundespolizisten nahmen ihn in Gewahrsam, bei der Durchsuchung seines Rucksacks wurden eine Leuchtfackel, eine Rauchbombe und zwei Lichtfontänen gefunden. Die Bundespolizei in Oldenburg hat Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

Die letzten beiden HSV-Spiele in Freiburg und gegen Wolfsburg endeten 0:0. Das gleiche Ergebnis gab es auch bei drei der letzten vier Auftritte der Hamburger gegen Frankfurt. Insgesamt wartet der HSV gegen die Eintracht bereits seit 405 Minuten auf ein Tor. Den letzten HSV-Treffer gegen Frankfurt erzielte am 28. Februar 2015 Zoltan Stieber, das Spiel endete dennoch 1:2.

Als Niko Kovac noch für den HSV spielte, zählte der Liga-Dino auch noch zum erweiterten Kreis der Besten in Europa. Immerhin war der Klub damals in der Champions League dabei. Nun kehrt der Kroate als Trainer von Eintracht Frankfurt in den Volkspark zurück. Er schwärmt: „Ich verbinde sehr viele schöne Ereignisse mit Hamburg. Die Geburt meiner Tochter oder auch das Wiedersehen jetzt mit Heribert Bruchhagen. Ich hatte selbst eine tolle Zeit beim HSV.“

Über diese Ansetzung werden sich viele HSV-Fans freuen. Manuel Gräfe ist morgen beim Spiel gegen Frankfurt der Schiedsrichter im Volkspark. Der 44-jährige Sportwissenschaftler aus Berlin hat sich mit seiner Freistoßentscheidung beim Relegationsspiel im Juni 2015 in Karlsruhe einen Platz in den HSV-Geschichtsbüchern gesichert. Auch an seinen letzten Einsatz im Volkspark gibt es gut Erinnerrungen. Es war das 2:1 gegen Wolfsburg am 34. Spieltag der vergangenen Saison. Im Anschluss wurde der Klassenerhalt gefeiert.