Die Profis des HSV sind seit heute in Spanien, Gotoku Sakai hat klare Vorstellungen, wie es künftig laufen soll. „Jeder Spieler hat seine eigenen Vorsätze für das neue Jahr und möchte sportlich besser werden. Was mich betrifft, möchte ich wieder bessere Leistungen abrufen. Ich war in letzter Zeit nicht zufrieden mit mir und möchte wieder stabiler werden. Dafür muss ich zuerst an mir selbst arbeiten“, wird der Kapitän auf der Internetseite des Vereins zitiert. Dass er im Team von Markus Gisdol keine feste Rolle hat und zwischen Außenverteidiger und Mittelfeld pendelt, gefällt dem Japaner nicht sonderlich: „Für mich selbst war und ist es nicht einfach, zwischen diesen beiden Positionen zu wechseln. Schließlich hat man ganz verschiedene Aufgaben. Als Sechser kann ich offensiver spielen, als Außenverteidiger bin ich dagegen vorsichtiger und versuche die letzte Reihe zu sichern. Ich würde lieber fest auf einer Position spielen, aber am Ende geht es in erster Linie darum, der Mannschaft zu helfen. Egal, auf welcher Position, werde ich dann 100 Prozent geben.“

Gerade erst hat Mergim Mavraj betont, wie stolz er darauf sei, „Teil der HSV-Familie“ zu sein. Doch laut türkischen und albanischen Medien steht der Verteidiger vor einem Abschied aus Hamburg. So soll Fenerbahce Istanbul dem HSV ein Ablöse-Angebot in Höhe von zwei Millionen Euro für den 31-Jährigen unterbreitet haben.

Wieder kein Sieg für Pierre-Michel Lasogga und Leeds United. Zwei Tage nach dem 0:1 in Birmingham blieben die „Whites“ erneut torlos, trennten sich von Nottingham Forrest 0:0. HSV-Leihgabe Lasogga kam nach dem Pausenpfiff zum Einsatz. Leeds bleibt als Tabellenfünfter der Championship auf einem Platz, der zu Play-off-Spielen um den Aufstieg berechtigen würde.

Sportchef Jens Todt hält sich weiter bedeckt bei der Frage, ob der HSV noch einen neuen Spieler für das offensive Mittelfeld verpflichten wird. „Wenn sich eine richtig gute Option auftut, wären wir bereit zu handeln, wir müssen aber nicht“, sagte Todt vor dem Abflug ins Winter-Trainingslager nach Jerez.

Sportchef Jens Todt hat den neuen Mann an seiner Seite kurz vor dem Abflug nach Jerez in hohen Tönen gelobt. Der neue Chefscout Johannes Spors „gehört für mich zu den Top-Leuten der Branche“, sagte Todt über den Sportwissenschaftler, der ursprünglich aus dem Bereich der Spielanalyse kommt. In Hoffenheim war er in die Scouting-Abteilung gewechselt und hatte diese geleitet, bis RB Leipzig den heute 35-Jährigen abgeworben hatte. „Er hat dort zwei Jahre eine der sicherlich besten Abteilungen der Liga geleitet. Wir sind total froh, dass er zu uns kommt“, sagte Todt. Spors soll beim HSV nicht nur Chefscout, sondern auch Kaderplaner sein. „Wir wollten seinen Posten und seine Position bewusst aufwerten. Er wird sehr nah an meiner Seite arbeiten.“

Das neue Jahr fängt für den HSV direkt mit einem Eklat an. Walace ist nicht zum Abflug der Mannschaft ins Trainingslager nach Jerez de la Frontera erschienen. Sportchef Jens Todt erklärte, dass der Brasilianer ihm gegenüber sein Fehlen angekündigt habe. „Er beschäftigt sich mit einem Wechsel“, sagte Todt. „Aber wir haben kein Interesse an einem Wechsel. Das werden wir mit ihm in Spanien besprechen, wenn er da ist.“ Der HSV-Sportchef ist nach eigener Aussage in Kontakt mit dem 22-Jährigen und dessen Berater Rogério Braun. „Wir erwarten ihn ziemlich bald zurück. Am 3. rechnen wir damit.“ Walaces Streik werde man „angemessen“ sanktionieren: „Wir wollen den Konflikt nicht größer machen als er ist, aber wir können dieses Verhalten nicht akzeptieren.“ Für Walace soll es in Brasilien mehrere Klubs geben, die Interesse an einer Verpflichtung haben, darunter Gremio Porto Alegre, Atlético Mineiro und Flamengo Rio de Janeiro. In den sozialen Netzwerken hatte der Olympiasieger zuletzt Bilder gepostet, die zeigen, wie er am brasilianischen Strand feiert.