Was für ein Absturz! Nach seinem Raketenstart mit fünf Toren in neun Spielen haben die Fans von Leeds United HSV-Leihgabe Pierre-Michel Lasogga auf Händen getragen. Inzwischen hat sich das Bild komplett gewandelt. Das 0:0 gegen Nottingham Forest brachte nun das Fass zum Überlaufen. Lasogga war zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden und enttäuschte in seinem 45-Minuten-Einsatz komplett. „Er scheint nicht der beweglichste zu sein“, kommentiert der Reporter des Portals „HITC“ und ist damit noch freundlicher als viele User in den sozialen Netzwerken. Bei Twitter brach ein wahrer Shitstorm gegen Lasogga los. „Ganz ehrlich, es tut weh, Lasogga spielen zu sehen“, schreibt ein gewisser Jake und fordert United auf, einen neuen Stürmer zu verpflichten. Ross Barker kommentiert: „Wir brauchen so schnell wie möglich einen neuen Torjäger. Lasogga hat kein Tempo und scheint auch nicht interessiert zu sein.“ Mark My Words meint: „Lasogga ist einfach kein richtiger Fußballer.“ David Annall fragt in Richtung Leeds United-Management: „Wann werdet ihr kapieren, dass Lasogga nicht gut genug ist?“ Auch Chris Russell ist dieser Meinung: „Lasogga ist viel zu langsam.“ Callum Gordon meint, Lasogga sei weder fit noch am Spiel interessiert. Und der zu Beginn genannte Jake schließt mit den Worten: „Ich möchte Lasogga nie mehr für uns spielen sehen.“

André Hahn gehört zu den HSV-Profis, denen eine Woche im Trainingslager auch Trennungsschmerz bereiten. Der 27-Jährige muss bis zum 8. Januar schließlich nicht nur auf Ehefrau Ragna, sondern auch auf seinen Sohn Julien (2) verzichten. „Für jeden, der Frau und Kinder hat, ist diese Phase immer etwas unangenehm“, gestand Hahn der „Bild“. „Doch das gehört zu unserem Beruf dazu – das wissen wir und unsere Familien.“ Die Video-Anrufe würden die Situation deutlich erleichtern. „Wir haben das große Glück, dass es heutzutage so etwas wie Face-Time gibt“, sagt Hahn. „Mein Sohn fängt langsam an, das zu verstehen und erkennt mich auf dem Handy. Das erleichtet die Trennung von der Familie.“

Die erste Einheit in Jerez ist vorbei. Bis auf Fiete Arp (Erkältung) waren alle Profis auf dem Platz dabei. Probleme gab es keine. Jetzt geht es für die Mannschaft in die Mittagspause. Am Nachmittag steht die zweite auf dem Platz auf dem Programm

Vor dem Abflug nach Jerez de la Frontera hatten die HSV-Profis am Neujahrstag die Sicherheitskontrollen über den „Fast Lane“-Schalter passiert. „Einschmuggeln“ wollte sich dabei auch jemand, der die Fußballer in Sachen Prominenz sogar in den Schatten stellt: Schauspieler Til Schweiger. Der TV-Star wurde bei seinem Vorhaben aber von einer Flughafen-Mitarbeiterin gestoppt. „Das ist nur für Business-Class-Passagiere“, wies sie Schweiger zurecht. Das schien dem 54-Jährigen zwar überhaupt nicht zu gefallen, dennoch stellte er sich schließlich brav wie jeder „Normalo“ an.