Neben dem Abstiegskampf muss Top-Talent Fiete Arp zurzeit auch noch den Abi-Stress bewältigen. Aktuell muss er sich auf die Vorprüfung in Deutsch vorbereiten. Eine Gedichtinterpretation steht an. „Ich denke, das bekomme ich hin“, sagt das HSV-Juwel. „Bei Fragen kann ich vorher auch jederzeit meine Mitschüler ansprechen.“ Arps Prüfungsfächer sind Deutsch, Mathe, Sport und Religion. Die abschließenden Abi-Prüfungen muss er im Mai ablegen.

Seinem 18. Geburtstag morgen fiebert Fiete Arp verständlicherweise entgegen. „Das macht für mich nun einige Sachen weniger kompliziert. Ich mache gerade meinen Führerschein, darf danach dann direkt allein fahren“, verrät er. „Im Sommer möchte ich in meine erste eigene Wohnung ziehen. Da ist es gut, mobil zu sein.“

Am Sonnabend wird er endlich erwachsen. Fiete Arp feiert im Trainingslager in Jerez de la Frontera seinen 18. Geburtstag. Mit Blick auf die Rückrunde läuft der Stürmer schon heiß. Er weiß allerdings: „Den HSV allein zu retten, ist utopisch. Wie müssen alle gemeinsam das Ziel verfolgen. Mein persönliches Ziel ist es, einen größtmöglichen Teil zum Klassenerhalt beizutragen.“

Heute hat Markus Gisdol einen Regenerationstag angesetzt. Der HSV-Trainer erklärt: „Die Jungs mussten gestern beim Spiel nach den Einheiten schon auch auf die Zähne beißen. Am Samstag stehen dann nochmal zwei Einheiten auf dem Platz an und am Sonntag eine Einheit am Vormittag sowie später das Spiel gegen Freiburg. Wir wollen körperlich kein Risiko gehen.“

Fast vier Monate hatte HSV-Leihspieler Alen Halilovic (21) mit einer Sprunggelenksverletzung aussetzen müssen, nun ist der Kroate endlich wieder fit. Im Pokalspiel von UD Las Palmas gegen Valencia (1:1) gehörte er am Mittwochabend wieder zum Kader. Morgen tritt Las Palmas in der Primera Division gegen SD Eibar an. Dann will Halilovic auch wieder auf dem Platz stehen. Im Sommer läuft das Leihgeschäft aus. Las Palmas hat eine Kaufoption. Wir sie nicht gezogen, muss Halilovic zurück nach Hamburg. Sein Vertrag läuft noch bis 2020.

Im Sommer kam André Hahn für sechs Millionen Euro als großer Hoffnungsträger auf bessere Zeiten aus Gladbach zum HSV, in der Hinrunde gelangen dem Angreifer jedoch nur zwei Tore. Auch ein Grund, warum das Team auf dem vorletzten Platz liegt. „Ich weiß, dass es noch eine Menge Luft nach oben gibt. So selbstkritisch bin ich. Ich könnte schon sechs oder sieben Saisontore haben. Die Chancen dazu waren da – ich habe sie einfach nicht genutzt. Das ist mein großes Manko gewesen“, sagte er der „Welt“ und stellte klar: „Der Trainer zieht zurecht die Zügel an. Das muss jedem klar werden. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben wir uns fußballerisch zwar verbessert, häufig gute Spiele gezeigt. Aber das nützt nichts, wenn wir keine Punkte holen. Die Situation ist sehr gefährlich. Es geht um den ganzen Verein und nicht um Einzelschicksale. Eine große Tradition steht auf dem Spiel.“