Wie es aussieht, rückt der Wechsel von Walace zum brasilianischen Erstligisten Atlético Mineiro immer näher. Laut „Abendblatt“ beauftragte der Klub in Giuliano Bertolucci einen Unterhändler damit, nach Hamburg zu reisen und dem HSV eine Ablöse in Höhe von 8,5 Millionen Euro anzubieten. Sollte es so kommen, stünde einer zügigen Abwicklung des Transfers nichts mehr im Wege.

Erstmals nach einer viermonatigen Verletzungspause stand Alen Halilovic heute wieder in der Startelf von UD Las Palmas. Das Ausscheiden seines Klubs im Achtelfinale des spanischen Pokals konnte die HSV-Leihgabe allerdings nicht verhindern, beim FC Valencia setzte es ein 0:4 (Hinspiel: 1:1). Halilovic wurde in der 80. Minute ausgewechselt.

Seit 2010 spielt Dennis Diekmeier (28) für den HSV, im Sommer läuft sein Vertrag aus. Das erste Angebot des Vereins über eine Verlängerung lehnte der Rechtsverteidiger ab, laut „Bild“ haben die Verantwortlichen des Liga-Dinos ihre Offerte nun erhöht. Der Wunsch des dienstältesten Spielers im Kader, sich mindestens für drei Jahre zu binden, bleibt aber wohl unerfüllt. Der HSV bietet ein Arbeitspapier bis 2020.

Mit Leipzigs Dominik Kaiser (29) hat der HSV schon einen möglichen Nachfolger im Blick. Sportchef Jens Todt bestätigte heute das Interesse an einer Verpflichtung. Dazu passen Berichte verschiedener Medien in Brasilien, dass es heute im Verlauf des Tages erste Gespräche zwischen dem HSV und Atlético Mineiro über einen Transfer von Walace (22) gegeben habe. Fakt ist: Ein Leihgeschäft schließt Todt aus. Und ein Verkauf kommt nur dann infrage, wenn die Hamburger ihren Einsatz aus dem Winter, nämlich rund neun Millionen Euro, wieder einspielen würden.

Morgen um 10 Uhr startet die heiße Phase der Vorbereitung auf den Rückrunden-Start am Sonnabend beim FC Augsburg. Noch ist offen, welches Personal Trainer Markus Gisdol dann zur Verfügung stehen wird. In Gideon Jung, Albin Ekdal und Lewis Holtby, die allesamt mit Belessuren aus Spanien zurückkehrten und sich gestern im Volkspark behandeln ließen, müssen drei Profis einen Härtetest bestehen. Zumindest Jung soll diesen schon heute absolvieren.

Es läuft nicht rund für Pierre-Michel Lasogga. Nachdem die HSV-Leihgabe zu Beginn seines Engagements bei Leeds United zum Fan-Liebling avancierte, hagelte es in letzter Zeit immer häufiger Kritik. Weil Lasogga mit den „Whites“ am Sonntag im FA Cup rausflog (1:2 gegen NewPort), nahm Ex-Leeds-Kicker Noel Whelan kein Blatt vor den Mund und kritisierte dessen 90-minütige Darbietung im BBC-Radio: „Eine sehr armselige Vorstellung. Lasogga wurde in der zweiten Halbzeit etwas besser, aber es war trotzdem viel zu wenig für jemanden, der so viel Geld kostet. Ich sehe ehrlicherweise nicht, warum er so gehyped wird.“

 

 

 

Wegen Fiebers musste Philipp Max während des Trainingslagers des FC Augsburg auf Teneriffa drei Tage das Bett hüten, doch rechtzeitig vor dem Rückrunden-Start am Sonnabend gegen den HSV meldet sich der beste Tor-Butler der Bundesliga (zehn Vorlagen) zurück. Heute will der 24-jährige wieder mit seinen Teamkollegen auf dem Platz stehen.

Der Zuschauerschwund treibt die HSV-Bosse um, im Schnitt kommen in der laufenden Saison im Vergleich zum Vorjahr rund 2000 Fans weniger zu den Partien im Volkspark. Auch der Vorverkauf für das so wichtige erste Heimspiel der Rückrunde am 20. Januar (18.30 Uhr) gegen Schlusslicht 1. FC Köln verläuft schleppend: Etwas mehr als 45.000 Tickets wurden bislang abgesetzt. Karten sind ab 22 Euro (Normalpreis, Erwachsene) erhältlich.

Der HSV beschäftigt sich mit einer Verpflichtung von Dominik Kaiser, der bei Vizemeister RB Leipzig nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Doch wie denkt der 29-Jährige über seine sportliche Zukunft? „Ich bin für alles offen. Es wird spannend zu sehen, was in den nächsten Wochen auf mich zukommt“, sagte der 29-Jährige kürzlich der „Bild“ und stellte klar, dass nicht nur das Ausland interessant für ihn sei: „Ich mache mir Gedanken, auch über deutsche Klubs. Aber ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Derzeit zählt nur RB.“ Dort kam Kaiser in der Hinrunde nur auf 192 Pflichtspiel-Minuten. Warum? „Die Konkurrenz ist groß. Marcel Sabitzer, einer meiner Konkurrenten im offensiven Mittelfeld, hat in der Hinrunde wirklich eine überragende Leistung abgeliefert. Auch andere Spieler waren gut. Trotzdem hätte ich mir mehr zugetraut. Aber aufgrund der wenigen Einsätze, gerade zu Beginn, konnte ich nicht wirklich zeigen, was ich kann. Deshalb war es für mich wichtig und hat gutgetan, dass ich hinten heraus meine Chancen bekommen habe. Da habe ich gesehen, dass ich mich nicht zu verstecken brauche.“