Sejad Salihovic stand nach langer Zeit mal wieder in der Startelf. Verhindern konnte der Routinier die Pleite aber nicht. Nach der Partie sagte er: „Wir müssen das Spiel so schnell wie möglich abhaken. Wir haben jetzt ein sehr wichtiges Spiel zuhause gegen Köln. Das müssen wir gewinnen! Das müssen wir bei allen in die Köpfe reinkriegen. Wir müssen uns gemeinsam aus dieser Situation herauskämpfen. Anders geht es nicht.“

Erster Einsatz – und gleich ein Treffer. Schon nach zwei Minuten schoss Arianit Ferati die U21 im Test gegen die TSG Neustrelitz in Front. Der Offensivmann, dessen Leihvertrag mit Zweitligist Erzgebirge Aue vorzeitig aufgelöst wurde, feierte gegen den Klassen-Nachbarn aus der Regionalliga Nordost ein geglücktes Debüt. Fabian Gmeiner traf in der Schlussminute zum 2:1-Sieg.

Dem HSV fehlte in der Vorwärtsbewegung einmal mehr die Durchschlagskraft und auch eine vernünftige Spielidee. Ganze viermal kamen die Hamburger im Strafraum der Fuggerstädter zum Abschluss, während der Gastgeber sich im 16er des HSV zwölfmal in Szene setzen konnte. Mergim Mavraj: „Unsere Präsenz im gegnerischen Strafraum war quasi nicht vorhanden. Das müssen wir uns natürlich ankreiden. Wir müssen uns auf unsere Tugenden besinnen und diese wieder auf den Platz bringen.“

Julian Pollersbeck war beim Gegentor machtlos, die anderen fünf Schüsse auf seinen Kasten wehrte der Bundesliga-Debütant souverän ab. Ein solider Einstand der neuen Nummer eins des HSV, die die Niederlage aber auch nicht verhindern konnte. Sportchef Jens Todt: „Julian hat speziell in der Luft einen sehr sicheren Eindruck gemacht.“ Pollersbeck sagte: „Ich war nicht übermäßig nervös, ich habe mich einfach darauf gefreut. Jetzt bin ich aber natürlich genauso enttäuscht wie alle anderen auch. Diese Niederlage nervt einfach mega! Wir müssen jedes Spiel als Endspiel betrachten und uns da rauskämpfen.“

Foto: Witters

Das Fazit von Trainer Markus Gisdol nach der 0:1-Niederlage in Augsburg: „Wir sind gut in die erste Halbzeit gestartet, aber haben unsere Chancen nicht genutzt und kurz vor der Pause das Gegentor kassiert. Im zweiten Durchgang wollten wir vor allem stabil spielen, weil wir wussten, dass Augsburg gut umschaltet. Es war ein Kampfspiel. Die Niederlage ist natürlich extrem ärgerlich und schmerzt, zeigt uns aber deutlich, woran wir weiter arbeiten müssen.“