Mit drei Toren darf sich Filip Kostic jetzt alleiniger Top-Torschütze des HSV in dieser Spielzeit nennen. Der Serbe wurde von Bernd Hollerbach in den Angriff vorgezogen und machte dort nicht nur wegen seines Treffers eine starke Partie. An sechs der acht Torschüsse des HSV war Kostic beteiligt und er führte auch die meisten Zweikämpfe des Teams (53 Prozent von 36 gewonnen). Zum 1:1 sagte er: „Ich wollte zunächst schießen, habe dann aber gesehen, dass der Torhüter mit seinem Knie zuckt und zu Boden geht. Daraufhin habe ich mich entschieden, den Ball an ihm vorbeizulegen und das ist zum Glück gelungen.“

Bernd Hollerbach schätzt das Laufen. Das war auch bei seinem Debüt zu sehen. Seine Hamburger liefen beim 1:1 über vier Kilometer mehr (118,1) als Leipzig (113,9) und hatten auch eine positive Zweikampfbilanz (52 Prozent gewonnen). Auch im Vergleich zum letzten Spiel unter Markus Gisdol gegen Köln lief der HSV vier Kilometer mehr.

Gotoko Sakai, der auch unter Bernd Hollerbach HSV-Kapitän bleibt, sagte nach dem 1:1 in Leipzig: „Der Trainer hat uns unter der Woche Selbstvertrauen eingeimpft und die Köpfe freibekommen. Das hat man auf dem Platz gesehen. Wir haben mutig nach vorn gespielt und so auch das 1:1 erzielt. Wir müssen aber selbstverständlich auch sehr viele Dinge noch besser machen. Für mich war es eine neue Position in der Innenverteidigung. Doch im Prinzip ist das Spiel sehr ähnlich wie als Außenverteidiger, so dass ich mich schnell eingewöhnen konnte.“

Bernd Hollerbach ist mit einem beachtlichen 1:1 in Leipzig in seine HSV-Trainerkarriere gestartet. Nach der Partie sagte der neue Coach: „Die Jungs haben sich total reingehängt und gut gefightet. Sie haben Moral gezeigt nach dem Rückstand. Das war ganz wichtig. Es ist natürlich schön, dass wir hier heute einen guten Auftritt gezeigt und mit Herz und Leidenschaft gespielt haben, aber da müssen wir direkt gegen Hannover weitermachen. Wir haben noch viel vor uns.“

Auch Aaron Hunt ist happy über das Remis bei Vizemeister Leipzig. „Der Punkt ist sehr viel wert, für uns als Mannschaft enorm wichtig. Weil wir nach dem Rückstand und dem schlechten Start ins Spiel zurückgekommen sind“, stellte er fest und gestand ein: „Das Gegentor geht ganz klar auf meine Kappe, da habe ich einen schlechten ersten Kontakt. Ich bin froh, dass wir uns danach nicht ergeben, sondern dagegen gehalten haben.“