Zu einem Sieg hat es nicht gelangt, doch HSV-Kapitän Gotoku Sakai wertete das 1:1 gegen Hannover 96 unter dem Strich als Erfolg für sein Team. „Der Punkt ist auf jeden Fall wichtig für uns. Wir sind zum zweiten Mal nach einem Rückstand zurückgekommen. Das macht uns als Team stärker. Aber wir müssen unbedingt noch ruhiger werden am Ball, um mehr Chancen zu bekommen“, stellte der Japaner fest.

Das kennt Pierre-Michel Lasogga ja bestens aus Hamburg! Die HSV-Leihgabe wird sich auf einen neuen Trainer einstellen müssen, denn Leeds United hat sich heute von Teammanager Thomas Christiansen getrennt. Der Däne war nur acht Monate im Amt. Lasogga und Co. hatten gestern 1:4 gegen Cardiff verloren und liegen sieben Punkte hinter Platz sechs, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt.

Nach dem 21. Spieltag ist der HSV weiter Vorletzter, die Situation im Abstiegskampf hat sich durch das 1:1 zu Hause gegen Hannover aber verschlechtert. Weil Werder Bremen bei Schalke 04 (2:1) gewann, ist der Rückstand des Liga-Dinos auf drei Punkte angewachsen. Diesen belegt nun Mainz 05.

Bernd Hollerbach musste bei seinem Heimdebüt mit einem Punkt leben, freute sich über den Charakter seines Teams, ärgerte sich aber über Schiedsrichter Sascha Stegemann. „Über das Foul von Sané an Kostic muss man doch nicht diskutieren, das ist ein klarer Elfmeter. Und auch das Handspiel von Schwegler hätte einen Strafstoß nach sich ziehen können. Unter dem Strich bin ich zufrieden damit, dass die Mannschaft wie schon in Leipzig nach einem Rückstand zurückgekommen ist und Moral gezeigt hat. Ich bin sicher, wir werden es packen“, so der HSV-Coach.

Nun hat sich auch Sportchef Jens Todt nach dem 1:1 gegen Hannover geäußert und sich über die Elfmeter-Situation (Sané gegen Kostic) geärgert: „Klarer Elfmeter, das habe ich von Anfang an gesagt und dabei bleibe ich auch.“ Todt weiter: „Die Konkurrenz punktet, es war eine Art Endspiel, so wurde es ausgerufen. Es fehlt die Leichtigkeit in unserem Spiel, aber die Mannschaft ist intakt und hat die Qualität, auch wieder Spiele zu gewinnen. Ein Punkt ist besser als keiner.“

Den Gegentreffer konnte Christian Mathenia nicht verhindern, im weiteren Verlauf hielt er den HSV aber mit starken Paraden im Spiel. Der Torwart nach dem Abpfiff: „Wir wollten unbedingt drei Punkte zu Hause behalten, das ist zu wenig. Aber es ist positiv, dass wir uns zurückgekämpft haben. Das Selbstvertrauen ist natürlich nicht zu 100 Prozent da, aber die Moral stimmt. Darauf wollen wir in Dortmund aufbauen.“