Der neue HSV-Aufsichtsrat steht! Mit dabei sind nach der heutigen Hauptversammlung der HSV Fußball AG: Michael Krall (Vorsitzender), Felix Goedhart, Ex-Profi Marcell Jansen, Max-Arnold Köttgen und Dr. Andreas C. Peters sowie Jens Meier als Präsident des HSV e. V. . „Die Aktionäre haben uns heute ihr Vertrauen ausgesprochen. Wir sind uns der Bedeutung der Aufgabe bewusst und beginnen morgen mit der Arbeit“, sagte Rats-Boss Krall. Meier wird als sein Stellvertreter fungieren. Die Kontrolleure sind für fünf jahre gewählt worden. Meier dankte den ausgeschiedenen Aufsichtsräten Karl Gernandt, Dieter Becken und Bernd Bönte für ihr geleistetes Engagement.

Der neue Aufsichtsrat der HSV Fußball AG: Marcell Jansen, Dr. Andreas C. Peters, Jens Meier, Max-Arnold Köttgen, Michael Krall und Felix Goedhart (v.l.) (Foto: HSV Fußball AG)

Sie haben zusammen für den HSV gespielt – jetzt holt Bernd Hollerbach (48) seinen Ex-Kollegen Rodolfo Cardoso (49) in sein Trainerteam! Der Argentinier, der von 1996 bis 2004 als HSV-Spielmacher in 136 Pflichtspielen 19 Tore und 24 Vorlagen markiert hat, ist happy: „Ich freue mich sehr, wieder auf dem Platz zu stehen und werde alles dafür geben, dem Verein zu helfen, gemeinsam aus der schwierigen Situation herauskommen.“ Sportchef Jens Todt meinte: „Rodolfo konnte bereits auf allen Ebenen Trainer-Erfahrungen sammeln. Er spricht die Sprache der Spieler und genießt das Vertrauen von Bernd Hollerbach.“ Cardoso war im Anschluss an seine Profikarriere von 2005 bis 2015 bereits als Trainer zahlreicher Jugendmannschaften des HSV tätig und saß darüber hinaus als Interimstrainer für insgesamt vier Spiele bei den Profis auf der Bank. Seit Oktober 2015 arbeitete Cardoso im Scouting des Dinos.

Rodolfo Cardoso (l.) ist jetzt Teil von Bernd Hollerbachs Trainerteam (Foto: Witters)

Rodlfo Cardoso (l.) und Bernd Hollerbach spielten zusammen beim HSV. (Foto: Witters)

Das Bundesland Bremen will der DFL bis zu 450.000 Euro für den Polizeieinsatz bei der Partie Werder gegen den HSV am 24. Februar in Rechnung stellen. Das Nordderby wird als Hochrisikospiel mit viel Konfliktpotenzial zwischen den Fans eingestuft. In einem entsprechenden Schreiben sei die DFL über die voraussichtliche Gebührenpflicht unterrichtet worden, hieß es vom zuständigen Innenressort. Das Land Bremen und die DFL befinden sich seit Jahren im Rechtsstreit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen. Erstmals stellte das Land der DFL mit Gebührenbescheid vom 19. April 2015 die Kosten für einen Polizeieinsatz in Rechnung, auch damals war ein Nordderby der Anlass. Seitdem haben sich die Forderungen Bremens nach mehreren Hochrisikospielen inzwischen auf rund 1,9 Millionen Euro summiert.

Im Aufsichtsrat und auch im Vorstand selbst haben Boss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt mit Vorbehalten zu kämpfen. Doch immerhin schützen sie sich gegenseitig. Nachdem Todt mit dem Vorwurf konfrontiert ist, den Kader trotz der prekären sportlichen Lage im Winter nicht verstärkt zu haben, springt ihm Bruchhagen zur Seite. „Todt hat ver­schie­dens­te Mo­del­le aus­ver­han­delt. Die um­zu­set­zen war aus wirt­schaft­li­chen Grün­den nicht mög­lich“, stellte er in der „Bild“ klar. Hintergrund: Der Aufsichtsrat soll den Auftrag erteilt haben, den Etat nicht weiter zu belasten.

Die nächste Aufgabe im Abstiegskampf steht zwar erst Sonnabend in Dortmund bevor, doch heute geht es im Volkspark um die Zukunft des HSV. Im Stadion treffen sich Vorstand und Aufsichtsrat der Fußball AG, die Anteilseigner um Klaus-Michael Kühne sowie das Vereins-Präsidium zur Elefanten-Runde. Heribert Bruchhagen und Frank Wettstein berichten über die sportliche und wirtschaftliche Lage, zudem wird das Kontrollgremium in Teilen neu besetzt. Mit Karl Gernandt, Bernd Bönte und Dieter Becken scheiden drei Räte aus, für sie sollen Michael Krall, Max-Arnold Köttgen und Marcell Jansen nachrücken. Weiteres heißes Thema: Die Mail-Affäre um Felix Goedhart, der dem Gremium ebenso wie Andreas Peters und Jens Meier weiter angehören soll, wird aufgearbeitet. Er hatte dafür geworben, Bruchhagen sowie Sportchef Jens Todt abzulösen und von einem Telefongespräch mit Finanz-Vorstand Frank Wettstein berichtet, der die Arbeit seiner Mitstreiter darin stark kritisiert hatte.