Seit Oktober vergangenen Jahres bestritt René Adler nur ein Pflichtspiel für Mainz 05, nun steht er ausgerechnet vor dem Duell mit dem HSV vor dem Comeback. „René hat alle Trainingseinheiten in dieser Woche mitgemacht. Er ist gesund, dementsprechend hoffen wir, dass es bis Samstag anhält“, sagte FSV-Coach Sandro Schwarz. Weniger optimistisch klingt er in der Personalie Emil Berggreen: „Stand jetzt steht er nicht zur Verfügung“, sagte Schwarz über den Angreifer, der unter einer Grippe leidet.

Großer Abend für Alen Halilovic. Der HSV-Leihspieler empfängt heute mit UD Las Palmas den FC Barcelona. Mit einem Sieg gegen den Spitzenreiter würde Las Palmas die Abstiegsränge in der Primera Division verlassen. Für Halilovic ist es ein Spiel gegen seinen Ex-Verein Barcelona. Beim HSV steht der Kroate bis 2020 unter Vertrag, der FC Barcelona besitzt noch bis Sommer 2018 eine Rückkaufoption in Höhe von 10 Millionen Euro, Las Palmas hat zudem eine Kaufoption über vier Millionen Euro. Heute kann Halilovic bei beiden Vorspielen und Werbung in eigener Sache machen. Anpfiff auf Gran Canaria ist um 21 Uhr.

Eigentlich wollte er „die Gruppe klein halten“, nun hat Bernd Hollerbach aber doch den Entschluss gefasst, das Quartier im Hotel „Treudelberg“ mit einer größeren Gruppe zu beziehen. „Alle Jungs, die gesund sind, werden mitfahren. 21 Feldspieler und drei Torhüter. Albin Ekdal, Lewis Holtby, Nicolai Müller und Bjarne Thoelke sind nicht dabei“, stellte der HSV-Coach klar.

Vor einer Woche in Bremen war er schon dabei, verfolgte das Nordderby aber letztlich von der Tribüne. Nun hat Trainer Bernd Hollerbach dem 17-jährigen Josha Vagnoman das Kader-Debüt gegen Mainz 05 in Aussicht gestellt. „Er hat sich im Training angeboten und ist nah dran an der Mannschaft. Schon in Bremen wäre er im Kader gewesen, wenn Walace nach seinem Brasilien-Trip nicht zur Verfügung gestanden hätte“, sagte der HSV-Coach.

Bevor es für den HSV-Tross zum Kurz-Trainingslager ins Hotel „Treudelberg“ nach Lemsahl-Mellingstedt geht, stellt sich Hamburgs Coach Bernd Hollerbach den Fragen der Reporter im Hinblick auf das Abstiegs-Endspiel am Sonnabend im Volkspark gegen den FSV Mainz 05. Bei der Pressekonferenz spricht Hollerbach über…

…das Schlagwort des Spiels: „Es ist ein ganz wichtiges Spiel. Wir werden alles reinlegen, um nicht den Kontakt zum Relegationsplatz zu verlieren.“

…das Kurz-Trainingslager: „Wir wollen etwas Ruhe haben, uns konzentriert vorbereiten. Zuletzt war es ja wieder sehr turbulent.“

…seine persönliche Situation: „Ich gehe damit um, wie ich immer mit Dingen umgehe: Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, nämlich die Arbeit mit der Mannschaft. Einige glauben schon, dass wir bereits abgestiegen sind. Aber wir werden alles dafür tun, um wieder in die Spur zu kommen. Dass in Hamburg immer viel Unruhe ist, das kenne ich und das wusste ich ja auch schon vorher.“

…das Mainz-Spiel: „Ich sehe es als Chance. Wenn wir drei Punkte holen, dann sind wir wieder dran, dann bauen wir wieder Druck auf.“

…die Offensivschwäche: „Wir waren nicht kaltschnäuzig genug, da fehlte die letzte Konsequenz. Ich erwarte, dass wir noch gieriger werden. Aber das liegt nicht allein bei den Stürmern. Da ist jeder Spieler aufgefordert, noch mehr zu geben für ein Erfolgserlebnis.“

…die Vorbereitung: „Die Jungs hören nur, dass alles negativ ist. Aber sie haben auch gute Leistungen gezeigt. Vielleicht haben sie bisher 95 oder 100 Prozent gegeben. Dann müssen wir eben gegen Mainz 120 Prozent rausholen, um den ersten Dreier zu holen.“

…ein mögliches Debüt von Josha Vagnoman: „Er hat sich im Training angeboten und ist nah dran an der Mannschaft. Schon in Bremen wäre er im Kader gewesen, wenn Walace nach seinem Brasilien-Trip nicht zur Verfügung gestanden hätte.“

…den Kader für das Kurz-Trainingslager: „Alle Jungs, die gesund sind, werden mitfahren. 21 Feldspieler und drei Torhüter. Albin Ekdal, Lewis Holtby, Nicolai Müller und Bjarne Thoelke sind nicht dabei.“

…seine Hoffnung für das Mainz-Spiel: „Wir sehnen uns alle nach dem ersten Sieg. Dafür werden wir alles geben.“

 

Der HSV hat das Duell mit Mainz 05 zum Endspiel ausgerufen, doch die Mainzer wollen mit kühlem Kopf in Hamburg auftreten und nicht alles darauf ausrichten, möglichst früh eine Entscheidung herbeizuführen. „Es darf nicht nur darum gehen, alles auf die Anfangsphase zu setzen und drauflos zu stürmen. Wir brauchen alle Phasen, müssen schlau agieren“, sagte Trainer Sandro Schwarz und betonte: „Nur Schaum vorm Mund wäre der falsche Ansatz. Aber es gilt, immer wieder selbst Pfeile abzuschießen.“