Aufholjagd? Slomka & Gisdol packten es

Nur 17 Punkte nach 24 Spielen. Ist der HSV noch zu retten? Der Blick in die Bundesliga-Geschichtsbücher zeigt, dass es in den vergangenen zehn Jahren sogar zwei Mannschaften gelungen ist, mit einer derart schlechten Ausbeute den Klassenerhalt zu schaffen. In der Saison 2009/2010 hatte Hannover 96 zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls nur 17 Zähler auf dem Konto. Der Unterschied: Die Niedersachsen hatten trotz dieser mageren Ausbeute nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz, beim HSV sind es sieben. Unter Mirko Slomka gelang die Wende. Hannover gewann am 25. Spieltag und blieb am Ende mit 33 Punkten als 15. in der Bundesliga. In der Saison 2012/2013 war es dann die TSG Hoffenheim, die sich in einer ähnlich aussichtslosen Situation wie aktuell der HSV befand. Nach 24 Spieltagen hatten die Kraichgauer sogar nur 16 Punkte geholt. Der Rückstand auf den Relegationsplatz, den damals Augsburg belegte, betrug fünf Punkte. Am 25. Spieltag gelang aber auch Hoffenheim, das kurze Zeit später den Trainer wechselte (Markus Gisdol kam für Marco Kurz), die Wende. Hoffenheim gewann 3:0 in Fürth, holte aus den letzten zehn Spielen insgesamt noch 15 Punkte und blieb über die Relegation drin, weil man am letzten Spieltag noch an Fortuna Düsseldorf vorbeizog. Die Rheinländer hatten nach 24 Spieltagen noch zwölf Punkte Vorsprung auf Hoffenheim gehabt.