U21-Europameister Julian Pollersbeck sollte einer der Hoffnungsträger auf bessere Zeiten beim HSV sein, ist aber nur Ersatz hinter Torwart Christian Mathenia. Eine Tatsache, die Frank Rost in der TV-Sendung „100 % Bundesliga“ bei NITRO mit dem Kopf schütteln lässt. „Man holt Pollersbeck für 3,5 Millionen, lässt ihn aber nicht spielen, redet ihn auch noch schlecht. Da wird gesagt, der sei nicht der Fleißigste. Solche Aussagen würde es bei Bayern München nie geben“, schimpfte der 44-Jährige. „Es werden immer wieder Spieler vom Verein schlechtgeredet. Der HSV schadet sich damit selbst.“

Frank Rost hat als Studio-Gast in der TV-Sendung „100 % Bundesliga“ bei NITRO mit seinem Ex-Verein abgerechnet. „Der HSV ist ein Selbstbedienungsladen geworden – für Berater, für Spieler, für viele Leute“, sagte der Ex-Torwart, der unter anderem auch Reiner Calmund, „den Mann aus den unsäglichen Kochshows“, an den Pranger stellte. Dass dieser als Sky-Experte die Lage des HSV analysiere, passt Rost überhaupt nicht. „Er berät Volker Struth, beide zusammen beraten Kühne.“ Calmund könne daher die Lage keinesfalls objektiv beurteilen. „Beide behaupten, sie wollen Kühne nur beraten, damit sein Geld auch gut angelegt ist. Ich glaube persönlich doch eher, dass die Liebe dem Bankkonto von Herrn Kühne gilt und nicht dem HSV“, sagte Rost, der auch den Präsidenten Bernd Hoffmann, schon zu aktiven Zeiten nicht gerade ein Freund des Torhüters, scharf attackierte. „Er sagt bei seiner Wahl, alle sollen weg, er wolle Heldt holen. Das ist doch eine Katastrophe. Er hat dem Verein einen Bärendienst erwiesen“, schimpfte Rost, der nach einem Jahr Pause am Sonnabend mal wieder im Volksparkstadion aufgetaucht war. „Ich war erschrocken über die Atmosphäre“, sagte er und zeigte Verständnis für die Fans. „Die Leute sind müde. Wenn du fünf, sechs Jahre immer hörst, es wird besser und dann passiert doch nichts, dann ist das so. Die Leute sind es leid.“ Er hoffe nun, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Krall einen Neustart einleiten kann. „Du musst etwas verändern. Du brauchst jetzt starke Leute im Vorstand. Herr Krall muss da ein Mediator sein. Ich denke, dass er diese Rolle ausfüllen kann.“ Unter Krall, so ließ Rost durchblicken, könne auch er sich vorstellen, einen Posten beim HSV zu übernehmen.

Ohne Rafael van der Vaart tritt der FC Midtjylland gerade in Silkeborg an. Für den Holländer, der zuletzt wieder zu zwei Einsätzen für den dänischen Tabellenzweiten kam, war diesmal kein Platz im Kader. Zuletzt sorgte van der Vaart in der Vorwoche für Aufsehen, als er erklärte, er würde im Abstiegsfall des HSV gern nach Hamburg zurückkehren – als Spieler oder in anderer Position. Der Vertrag des Holländers in Dänemark endet im Sommer.

Der ehemalige HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer hält bei einem Abstieg in die Zweite Liga einen radikalen Umbruch beim HSV für unumgänglich. „Wenn man mit dem HSV absteigt, dann kannst du nicht mit den gleichen Leuten den Neuanfang angehen. Da ist viel zu viel Kredit verspielt“, sagte Kreuzer im Gespräch mit SPORT1: „Wenn es in die Zweite Liga geht, dann wird Bernd Hoffmann den Klub komplett neu aufstellen. Das ist dringend notwendig.“

Das Rollstuhlbasketball-Bundesliga-Team des HSV, die BG Baskets Hamburg, hat in dieser Saison zwar die Teilnahme an den Playoffs verpasst, wird aber auch künftig mit rund 50.000 Euro pro Jahr vom HSV unterstützt werden. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“. „Es gibt keinen Zweifel, dass wir den Rollstuhlsport weiter fördern“, sagte Moritz Schäfer, der neue Vizepräsident des e.V.

Nachdem es beim HSV nicht ganz so gut klappte und er anschließend auch beim 1. FC Kaiserslautern eher vergeblich sein Glück suchte, spielt Zoltán Stieber seit ein paar Monaten bei DC United in den USA. Am Wochenende feierte die MLS ihren Saisonstart, für Stieber sprang dabei auswärts zumindest ein Zähler heraus. 1:1 hieß es letztlich bei Orlando City, Stieber wirkte 60 Minuten lang mit.