Rosts großer Rundumschlag im TV

Frank Rost hat als Studio-Gast in der TV-Sendung „100 % Bundesliga“ bei NITRO mit seinem Ex-Verein abgerechnet. „Der HSV ist ein Selbstbedienungsladen geworden – für Berater, für Spieler, für viele Leute“, sagte der Ex-Torwart, der unter anderem auch Reiner Calmund, „den Mann aus den unsäglichen Kochshows“, an den Pranger stellte. Dass dieser als Sky-Experte die Lage des HSV analysiere, passt Rost überhaupt nicht. „Er berät Volker Struth, beide zusammen beraten Kühne.“ Calmund könne daher die Lage keinesfalls objektiv beurteilen. „Beide behaupten, sie wollen Kühne nur beraten, damit sein Geld auch gut angelegt ist. Ich glaube persönlich doch eher, dass die Liebe dem Bankkonto von Herrn Kühne gilt und nicht dem HSV“, sagte Rost, der auch den Präsidenten Bernd Hoffmann, schon zu aktiven Zeiten nicht gerade ein Freund des Torhüters, scharf attackierte. „Er sagt bei seiner Wahl, alle sollen weg, er wolle Heldt holen. Das ist doch eine Katastrophe. Er hat dem Verein einen Bärendienst erwiesen“, schimpfte Rost, der nach einem Jahr Pause am Sonnabend mal wieder im Volksparkstadion aufgetaucht war. „Ich war erschrocken über die Atmosphäre“, sagte er und zeigte Verständnis für die Fans. „Die Leute sind müde. Wenn du fünf, sechs Jahre immer hörst, es wird besser und dann passiert doch nichts, dann ist das so. Die Leute sind es leid.“ Er hoffe nun, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Krall einen Neustart einleiten kann. „Du musst etwas verändern. Du brauchst jetzt starke Leute im Vorstand. Herr Krall muss da ein Mediator sein. Ich denke, dass er diese Rolle ausfüllen kann.“ Unter Krall, so ließ Rost durchblicken, könne auch er sich vorstellen, einen Posten beim HSV zu übernehmen.