Hollerbach hat keinen Ansprechpartner

Bei dieser Frage brauchte Bernd Hollerbach erst mal eine Denkpause. Mit wem er denn nun nach den Entlassungen von Sportchef Jens Todt und Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen über sportliche Kader-Fragen spreche, wurde der Trainer auf der Pressekonferenz gefragt. Eine Antwort fiel ihm sichtlich schwer. „Aktuell hat sich heute einiges verändert“, sagte er und fügte hinzu: „Ich weiß nicht, wie die Planungen des Vereins aussehen. Ich konzentriere mich nur auf die Mannschaft. In den Planungsfragen wird demnächst sicher einiges passieren.“ Über die zahlreichen offenen Zukunftsfragen und Spekulationen über möglicherweise anstehenden Wechsel seiner Profis wolle er sich nicht allzu viele Gedanken machen, versicherte Hollerbach: „Ich erwarte von allen Spielern, die hier sind und die einen Vertrag haben, dass sie bis zuletzt alles geben, sich bis zum Schluss reinhauen, ihr Bestes geben. Das erwarte ich. Alles andere sind Spekulationen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass sich jemand hängenlässt. Alle hauen sich voll rein. Wir laufen pro Spiel über 120 Kilometer, wir haben überall die besten Werte. Wir haben nur das Problem, dass wir zu wenig Tore machen. Das Problem haben wir schon die ganze Saison. Daran arbeiten wir. Mehr können wir nicht machen. Von der Einstellung und der Art und Weise des Auftretens kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“