Der FC Bayern München sorgt sich um den verletzt ausgewechselten Mittelfeldspieler Corentin Tolisso. „Ich kann nichts Abschließendes dazu sagen. Die beiden Spieler sind Schienbein auf Schienbein getroffen. Er hat ganz starke Schmerzen“, berichtete Trainer Jupp Heynckes nach dem 6:0 gegen den HSV. Tolisso sei auf dem Weg in die Praxis von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, erklärte Heynckes. „Es werden abschließende Untersuchungen durchgeführt und dann wissen wir mehr.“ Tolisso hatte sich die Verletzung bei einem Pressschlag mit Vasilije Janjicic zugezogen. Während der Hamburger weiterspielen konnte, musste Tolisso gestützt den Arena-Rasen verlassen.

Wird er der neue starke Mann im sportlichen Bereich? Bayer Leverkusens Manager Jonas Boldt steht weit oben auf der Wunschliste des neuen HSV-Aufsichtsrats-Bosses Bernd Hoffmann bei der Suche nach einem Sportvorstand. Der 36-Jährige äußerte sich nun erstmals zum Hamburger Interesse. Bei Sky sagte Boldt: „Ich habe davon auch gelesen, aber nur gelesen.“ Eine Kontaktaufnahme habe es noch nicht gegeben. Und wenn es in Kürze dazu käme? „Hätte, wäre, könnte“, antwortete Boldt, „das ist alles hypothetisch. Ich beschäftige mich mit der Zukunftsplanung von Bayer Leverkusen.“ Beenden wollte Boldt das Thema damit aber keineswegs. Einen Wechsel zum HSV wollte der Zwei-Meter-Mann nämlich nicht ausschließen. „Der HSV ist ein spannender Verein. Was soll man im Fußball denn ausschließen? Aber ich bin in Leverkusen sehr glücklich“, sagte er.

Kampflos ging der HSV in München unter und holte sich ohne große Gegenwehr eine 0:6-Packung ab.  „Man hat gesehen, was passiert, wenn man Bayern München Räume gibt. Nach dem 0:3 war das Spiel erledigt“, erklärte Trainer Bernd Hollerbach, der vom Auftritt seiner Mannschaft extrem enttäuscht war. „Man muss vom Zweikampfverhalten anders auftreten, wenn man bei so einer Top-Mannschaft etwas holen will. Man kann hier verlieren, aber die Art und Weise hat mir nicht gepasst. In den Spielen zuvor waren wir immer unangenehm, immer griffig. Davon habe ich diesmal nichts gesehen. Eine Erklärung habe ich nicht.“

Fest steht: An den Klassenerhalt glaubt Hollerbach trotzdem weiterhin. „Ich gebe nicht auf. Wir haben nach wie vor sieben Punkte Rückstand. Und jetzt kommen wieder Spiele, bei denen wir auf Augenhöhe sind“, sagt der 48-Jährige, der sich nun zügig allerdings auch ein Gespräch mit den HSV-Bossen über die Planung für die Zukunft wünscht. „Das wäre sinnvoll.“