Zweitligist Holstein Kiel könnte bei einem möglichen Bundesliga-Aufstieg einige Partien mit großem Zuschauerandrang im Volksparkstadion abhalten. „Dort ist die für die Erste Liga erforderliche Torlinien-Technik schon vorhanden. Am Millerntor dagegen nicht“, sagte Kiels kaufmännischer Geschäftsführer Wolfgang Schwenke den „Kieler Nachrichten“. Der Sensations-Aufsteiger steht momentan auf dem Relegationsplatz.


Bittere Pleite für den HSV III. Im Oberliga-Duell gegen Concordia setzte es eine 0:4-Niederlage. 141 Zuschauer waren auf der Paul-Hauenschild-Anlage in Norderstedt dabei. Die dritte Mannschaft des HSV bleibt in der Tabelle auf Abstiegsplatz 16. Ex-Nationalspieler und -HSV-Profi Marcell Jansen kam nicht zum Einsatz.

Interims-Sportchef Thomas von Heesen wird für Christian Titz ein enger Ansprechpartner sein und auch die Trainingseinheiten verfolgen. „Er wird mich unterstützen“, sagte Titz und fügte an: „Es ist wichtig, dass man aus verschiedenen Perspektiven einen Blick auf die Mannschaft hat.“ Gut möglich, dass von Heesen auch auf der Bank an Spieltagen Platz nehmen wird.

Auf der Facebook-Seite hat der Supporters Club im Hinblick auf das wichtige Heimspiel gegen Hertha BSC im Volkspark am Sonnabend einen Appell an die HSV-Fans gerichtet:

Es geht IMMER weiter!

Es ist nicht einfach, das wissen wir. Wut, Trauer, Enttäuschung und Verzweiflung machen sich breit. Sie kanalisieren sich bei einigen Wenigen in Aktionen, welche die Grenzen bei weitem überschreiten. Bei allem Verständnis für die unterschiedlichen Gefühlslagen, verurteilen wir scharf die überzogenen Reaktionen und appellieren an alle HSV-Fans, nicht die Nerven zu verlieren und ihre Energien in die Unterstützung des HSV zu investieren.

Es ist der Zusammenhalt, der uns in den letzten Jahren stark gemacht hat und der oft genug für die letzten Prozente im Abstiegskampf gesorgt hat. Allerdings sollte dieser Zusammenhalt nicht nur in brenzligen Situationen für den HSV und sein Umfeld gelten, sondern eine generelle Tugend darstellen, im Verein und um den Verein herum. Ist es doch für viele von uns gerade die Gemeinschaft, die unser HSV-Fansein zu einem einmaligen Erlebnis macht.

Aufgeben kann für uns HSVer keine Option sein, das haben die letzten Jahre ebenfalls gezeigt. Die neuerlichen Veränderungen der letzten Tage können ebenfalls noch einmal Hoffnung geben, das scheinbar Unmögliche doch noch möglich zu machen. „Im März ist noch keiner abgestiegen“ heißt es doch so schön und mit einem Sieg gegen Hertha könnten wir ganz schnell wieder im Rennen sein. Das geht aber nur über den oben beschworenen Zusammenhalt. Lasst uns ALLE zusammenstehen und gemeinsam alles dafür tun, diesen so dringend benötigten Sieg gegen die alte Dame aus Berlin zu holen.

Dafür fordern wir aber auch von der Mannschaft: KÄMPFT! Für uns, für euch, für Hamburg, für den HSV! Wir verlangen, dass ihr euch zusammenreißt, dass auch ihr als Einheit auf dem Platz zusammensteht, dass ihr alles gebt, was in eurer Macht steht, um die Punkte in Hamburg zu behalten.

Und für den Zusammenhalt appellieren wir an die Vereinsführung: Vertraut euren Fans! Nehmt die zum „Sicherheitsspiel“ gegen Mainz eingeführten Maßnahmen nach und nach wieder zurück! Das ist ein wichtiger Schritt für den Zusammenhalt und für eine gute und positive Stimmung im Volksparkstadion. Es geht schließlich nur gemeinsam.

Lasst uns ALLE zusammenstehen und zusammenhalten! Die Mitglieder, die Fans, die Spieler, der Trainerstab, die Mitarbeiter. WIR müssen gemeinsam alles dafür tun, das gemeinsame Ziel zu erreichen. Und gegen Hertha fangen wir genau da an!

Vor besonders wichtigen Spielen im Abstiegskampf hatten Fans des HSV in den vergangenen Jahren einige Male zu Tausenden den Teambus bei der Anfahrt zum Stadion empfangen und den Profis damit ihre bedingungslose Unterstützung aufgezeigt. Bei Facebook werden die Anhänger nun vom Fan-Club „HSVInside“ erneut dazu aufgerufen, am Sonnabend ab 14 Uhr an der Sylvesterallee für die Mannschaft Spalier zu stehen, um ihr Mut für die Partie gegen Hertha BSC zu machen. Zweimal war eine solche Aktion von Erfolg gekrönt gewesen: 2015 vor dem letzten Heimspiel gegen Schalke (2:1) und 2017 vor dem Saisonfinale im Volkspark gegen den VfL Wolfsburg (2:1).

Am Ende eines wieder einmal ereignisreichen Tages noch eine Meldung in eigener Sache: HSV24, kürzlich als Deutschlands bester Fußball-Blog ausgezeichnet, hat zum Wochenstart einen neuen Rekord aufgestellt. Am Montag sorgten die User für 494.705 Page Views. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Lesern und sehen das Vertrauen als großen Ansporn, im und rund um den Volkspark für Sie am Ball zu bleiben.

Nach den erneut üblen Vorfällen und dem Drohplakat, das am Sonnabend am Trainingsgelände angebracht wurde („Eure Zeit ist abgelaufen – wir kriegen Euch alle“) wird das Spiel gegen Hertha BSC wohl zum Sicherheitsspiel ausgerufen. Bedeutet: Strikt getrennte Ankunftswege der Fans und kein Alkoholausschank im Stadion. So war es zuletzt auch gegen Mainz. „Wir prüfen es“, so HSV-Vorstand Frank Wettstein, der die Transparent-Aktion verurteilte, aber von einer „Splittergruppe“ sprach.

2011 machte er für zehn Monate den HSV-Spielern Beine. Günter Kern war unter Armin Veh, Michael Oenning und den Interimstrainern Rodolfo Cardoso und Frank Arnesen Fitnesstrainer der Hamburger. Nun hat der 59-Jährige, der den Ruf eines Schleifers genießt, einen neuen Job. Kern verstärkt das Trainerteam von Bruno Labbadia beim VfL Wolfsburg. Er solle angesichts der vielen verletzten Spieler beim VfL kurzfristig für eine Entlastung bei der angespannten personellen Situation sorgen, teilte der Klub mit. Kern war bereits vor seinem Wechsel zum HSV für die „Wölfe“ tätig. Auch für Eintracht Frankfurt und den VfB Stuttgart hat er bereits gearbeitet.