Hollerbach löst Rudi Gutendorf ab

Einen Cheftrainer nach 49 Tagen zu entlassen, das ist selbst für den HSV Rekord. Interimstrainer ausgenommen, gab es in der fast 55-jährigen Bundesliga-Geschichte der Hamburger noch nie eine derart kurze Amtszeit. Bernd Hollerbach löst damit Rudi Gutendorf, der 1977 nach 118 Tagen und 16 Spielen gehen musste, ab. „Der HSV, das war die schlimmste Station meines Trainer-Lebens“, sagte Weltenbummler Gutendorf, der einen Machtkampf mit den damaligen Stars um Felix Magath verloren hatte, später. Auch Josip Skoblar, der 1987 nach 131 Tagen zum Opfer seines Torwarts Mladen Pralija geworden war, hielt sich keine vier Monate als HSV-Trainer. Bert van Marwijk wurde 2014 nach 143 Tagen entlassen, Joe Zinnbauer hielt sich 187 Tage als Cheftrainer, Michael Oenning musste 2011 nach 190 Tagen gehen. Oenning kommt auf die zweitwenigsten Spiele als HSV-Trainer (15) und den zweitschlechtesten Schnitt (0,8 Punkte pro Spiel). In beiden Rubriken stellte Hollerbach (sieben Spiele, 0,43 Punkte pro Spiel) neue Negativrekorde auf. Die HSV-Trainer mit der längsten Amtszeit sind die Legenden Ernst Happel und Günter Mahlmann. Beide waren jeweils 2190 Tage HSV-Trainer.