Der HSV trennt sich zum Saisonende von Ex-Profi Harald Spörl, der auslaufende Honorarvertrag des 51-Jährigen wird nicht verlängert. Die Entscheidung wurde ihm am Telefon mitgeteilt, berichtet die „Bild“. 14 Jahre spielte „Lumpi“ Spörl für den Liga-Dino, bestritt 321 Bundesliga-Partien und erzielte dabei 60 Tore. 2002 schloss er sich der Scouting-Abteilung an, beobachtete potenzielle Zugänge im In- und Ausland. Nun die Trennung nach insgesamt 30 Jahren in Diensten des HSV. Warum? Spörl passe nicht in das Konzept des neuen Kaderplaners Johannes Spors, der 35-Jährige wurde kürzlich von RB Leipzig verpflichtet.

Rick van Drongelen hat ein U21-Testspiel mit den Niederlanden mit 1:4 (0:1) gegen Belgien verloren. In Doetinchem lief der HSV-Innenverteidiger in der zweiten Halbzeit erstmals als Kapitän der Oranje-Elf auf. Folgt man den Kritiken in den sozialen Netzwerken, machte der 19-Jährige in seinem vierten Länderspiel für die U21 aber keine gute Partie. Bei Twitter wurde van Drongelen als der „technisch am wenigsten begabte Spieler“ oder auch als „größter Holzfäller auf dem Platz“ verspottet. Eine deutlich leichtere Aufgabe wartet auf van Drongelen & Co. am nächsten Dienstag, wenn die Niederländer in der U21-EM-Qualifikation in Andorra ranmüssen. Ein Sieg ist dann Pflicht, um die Chancen auf eine Teilnahme an der Endrunde im kommenden Jahr in Italien aufrecht zu erhalten.

In der Saison 2007/08 führte Huub Stevens den HSV aus dem Tabellenkeller, startete ein nicht mehr geglaubte Aufholjagd. Im Übrigen nach einer Auftaktniederlage gegen Hertha BSC. Nun hofft er darauf, dass Christian Titz diese Geschichte wiederholen kann. „Im Winter habe ich noch gesagt, sie schaffen das wieder. Jetzt habe ich Zweifel. Es sind nur noch sieben Spiele, das Restprogramm ist schwierig. Nach 14 Spielen ohne Sieg haben die Spieler kein Selbstvertrauen. Das kommt auch nicht durch einen Trainerwechsel zurück. Ein großes Problem ist die Unruhe in der Mannschaft. Was da zuletzt passiert ist, ist schlecht. Die Unruhe hat oben im Verein angefangen und ging dann unten in der Mannschaft weiter. Nur wenn es oben in der Führung ruhig ist, kann es auch in der Kabine und Mannschaft ruhig sein. Es ist sehr schade, dass es so läuft“, sagte er der MOPO, fügte aber hinzu: „So lange die Chance noch da ist, muss man auch dran glauben.“

Vereins-Idol Felix Magath bietet dem HSV ein weiteres Mal seine Hilfe an. „Ich wäre immer bereit, für den HSV auch schwierigere Jobs zu übernehmen“, sagte der 64-Jährige den „Oberpfalz-Medien“. Aber: „Man hat mich nicht gefragt.“ Die Entlassung seines früheren Assistenten Bernd Hollerbach nach nur sieben Spielen als HSV-Chefcoach sei „natürlich ein Witz“, Hollerbach habe „gute Arbeit“ geleistet, jedoch leider keine guten Ergebnisse erzielt.

Albin Ekdal, der gestern erstmals nach sechswöchiger Verletzungspause wieder am Teamtraining teilnahm, fehlte heute im Testspiel gegen den dänischen Erstligisten Odense BK (3:0). Allerdings ist der Schwede nicht verletzt, HSV-Coach Christian Titz wollte ihn lediglich nicht frühzeitig verheizen. Ekdal arbeitete individuell im Kraftraum, soll morgen wieder normal einsteigen.

Der HSV hat das Testspiel im Volkspark gegen den dänischen Erstligisten Odense BK souverän mit 3:0 (2:0) gewonnen. Hier die Aufstellungen und Tore auf einen Blick:

HSV (1. Halbzeit): Pollersbeck – Diekmeier, Ambrosius, Jung, Santos – Steinmann – Hahn, Hunt, Holtby, Waldschmidt – Schipplock

HSV (2. Halbzeit): Mathenia – Santos, Thoelke, Jung (61. David), Seo – Salihovic – Jatta, Hahn (61. Heil), Holtby, Waldschmidt – Arp

Tore: 1:0 Hahn (9., nach Flanke Holtby), 2:0 Holtby (19., nach Zuspiel Hunt), 3:0 Salihovic (75., Elfmeter nach Foul an Waldschmidt)

Nach dem Abpfiff hat sich Christian Titz in einer Presserunde den Fragen der Reporter gestellt. „Mir hat gefallen, dass wir drei Tore geschossen und keines kassiert haben“, stellte der Trainer des HSV nach dem 3:0 (2:0) gegen Odense BK fest. „Es war zwar nur ein Testspiel, aber jeder Sieg ist für die Moral und das Selbstvertrauen der Spieler sehr wichtig.“ Zudem lobte Titz, dass „wir im Spielaufbau sehr variabel waren und eine Reihe von Chancen kreiert haben.“ Vollauf zufrieden war der Coach allerdings nicht: „Wir haben zu viele Chancen des Gegners zugelassen.“