Das große Risiko des Torwartspiels

Christian Titz war grundsätzlich zufrieden mit dem Auftritt beim 3:0 im Testspiel gegen Odense BK. Dem Trainer aber war nicht verborgen geblieben, dass das große Risiko, das insbesondere sein hohes Torwartspiel mit sich bringt, Gefahren birgt. „Im Spiel mit dem Ball machen wir schon vieles sehr gut“, analysierte der neue HSV-Trainer. „Gegen den Ball haben wir es diesmal auch deutlich besser gemacht. Aber man muss immer auf der Hut sein, wenn wir etwas höher spielen, dass wir eine Absicherung gegen Konter drin haben. Das ist uns in der ersten Halbzeit teilweise nicht so gut gelungen, in der zweiten Halbzeit hat das besser geklappt.“ Titz hatte auf der Torwartposition einen Wechsel vorgenommen. Christian Mathenia interpretierte das Torhüterspiel defensiver als Julian Pollersbeck. „Weil der Gegner uns vor die Maßgabe gestellt hat, dass sie die beiden Stürmer öfter eingesetzt haben“, erklärte Titz. Das extrem offensive Spiel Pollersbecks hatte bei Ballverlusten für Gefahr gesorgt. „Da müssen wir schauen, dass uns das nächste Woche nicht passiert“, nahm Titz dies mit einem Lächeln hin und erklärte: „Fußball läuft immer so: Man hat eine Idee, der Gegner hat eine Idee, und dann kommt es zu einem Hin- und Herschieben der Antworten. Die Spieler sind bei uns klar so angehalten, dass sie den Ball sicher und lang schlagen, wenn der Gegner auf uns Druck macht, um sich absetzen zu können. Deswegen ist ein Test wie der gegen Odense so wichtig. Dann lernen die Spieler auch, das sind Erfahrungswerte.“