Der frühere Nationalspieler Holger Badstuber hat beim VfB Stuttgart zu alter Stabilität gefunden. Im Duell mit dem HSV will der Verteidiger mit seinem Team die Serie von sieben Spielen in Folge ohne Niederlage fortsetzen. „Wir sind sehr fokussiert und heiß auf das Hamburg-Spiel“, sagte er. Und weiter: „Der HSV ist unberechenbar. Wir wissen nicht, was in den letzten beiden Wochen in der Trainingsarbeit passiert ist. Das sollte uns aber auch nicht beeinflussen.“

Der HSV lädt an den Ostertagen ins Volksparkstadion ein. Das vereinseigene Museum hat jeweils von morgen bis Montag jeweils 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass um 17:30 Uhr) geöffnet und bietet im Rahmen der Schulferien noch bis zum 8. April um zwischen 11 und 16 Uhr stündlich Führungen durch die Arena an. Zudem gibt es am Ostersonntag und Ostermontag öffentliche Kinderführungen um 10:30 Uhr.

Der VfB Stuttgart muss am Sonnabend gegen den HSV die Abwehrkette neu formieren. Rechtsverteidiger Andreas Beck sitzt eine Gelbsperre ab, für ihn rückt wohl Benjamin Pavard aus dem Zentrum auf die Außenbahn. Erster Anwärter auf der freien Platz im Team ist Timo Baumgartl, der wegen einer Gehirnerschütterung jedoch zuletzt zwei Spiele fehlte und der noch einen letzten Härtetest im Training absolvieren soll.

Der DFB hat Dr. Felix Brych als Schiedsrichter für das Gastspiel des HSV am Sonnabend beim VfB Stuttgart angesetzt. Der 42-Jährige leitete seit 2004 bereits 32 Pflichtspiele mit Beteiligung des Liga-Dinos, die Bilanz ist ausgeglichen: Zwölf Siege, acht Unentschieden, zwölf Niederlagen. In Köln sitzt mit Günter Perl aus Pullach ein weiterer Bayer als Video-Assistent vor den Bildschirmen.

Walace suspendiert, Mergim Mavraj degradiert, Kyriakos Papadopoulos zu Kreuze kriechen lassen. Beim HSV ist mal wieder mächtig Feuer unterm Dach. Doch Christian Titz sorgt sich nicht, die Kontrolle in der Kabine verlieren zu können. Er spürt weiter eine Aufbruchstimmung im Team. „Nein, die Stimmung kippt nicht“, versicherte der Trainer im Gespräch mit der MOPO und klärte auf: „Es ist völlig normal, dass es unzufriedene Spieler gibt, wenn sie, so wie wir jetzt, einen Kader mit 27 Spielern haben, und nur elf spielen und 18 nominiert werden können. Wenn ein Trainer jemanden nicht nominiert hat, dann ist man böse auf ihn, das finde ich auch gar nichts Schlimmes. Aber der Großteil der Mannschaft ist wirklich sehr bemüht, der zieht sehr gut mit, und bei denen, wo wir halt den Eindruck haben, dass sie nicht wollen oder nicht so richtig funktionieren, die nominieren wir dann nicht.“

Ebenso wie Verantwortliche und Fans sehnt sich auch Christian Titz nach einem Erfolgserlebnis. „Was uns einfach fehlt ist das Gefühl, nach 90 Minuten mit drei Punkten vom Platz zu gehen. Fußball ist auch stark von der Psyche geprägt. Gewinnen wir einmal, ist der Glaube groß, noch etwas bewegen zu können. Mit diesem Ziel reisen wir nach Stuttgart“, sagte Titz, der auf einen Ketchup-Effekt baut: „Mit einem Sieg dort ist für uns noch alles drin.“