Ganz wichtige Zähler, die die „Dritte“ des HSV heute in der Oberliga einfuhr. 3:1 (2:0) hieß es am Ende in Osdorf, nach Toren von Sampaney (25.), Yasar (37.) und Bauer (83.). Der HSV bleibt damit als 15. unmittelbar vor den Abstiegsrängen, hat allerdings schon deutlich mehr Spiele absolviert als die Konkurrenz.

Nur 19 Tore schoss der HSV in 27 Bundesliga-Spielen. Es ist der schlechteste Wert aller Bundesliga-Vereine. So viel ist bekannt. Fast schon erschütternd aber ist, dass beim HSV in der gesamten Saison nur drei (!) Tore über die linke Seite eingeleitet wurden. Über die rechte Seite waren es sechs Tore, hier kann der HSV zumindest Freiburg (vier) und Köln (fünf) hinter sich lassen. Zehn Tore fielen durch die Mitte, mit Augsburg (neun) ist in dieser Statistik zumindest ein Team schlechter.

Es ist eine der spannendsten Fragen für die HSV-Zukunft. Bleibt Fiete Arp auch im Abstiegsfall beim HSV oder wechselt das 18-jährige Super-Talent nach dieser Saison den Verein? Nach Informationen der „Sport Bild“ fragte der Stürmer, dessen Vertrag 2019 ausläuft, Trainer Christian Titz um Rat. Er habe gefragt, was er an seiner Stelle machen würde, heißt es. Titz habe geantwortet, dass er beim HSV bleiben solle. In zwei Jahren könne er immer noch wechseln, mit 20 Jahren sei er immer noch blutjung, aber deutlich reifer.

Beim HSV versucht es Christian Titz mit völlig neuen Maßnahmen, beim VfL Wolfsburg dreht nun Bruno Labbadia auf. Der Trainer hat bei den Niedersachsen den Zehn-Stunden-Tag für die hochbezahlten Profis eingeführt. Der Tag beginnt seit dieser Woche mit einem gemeinsamen Frühstück um 8 Uhr, endet nicht vor 18 Uhr. Zwischen den Trainingseinheiten stehen viele Einzelgespräche und Analysen an.

Er ist mit einer Ablöse von 14 Millionen Euro der teuerste HSV-Spieler aller Zeiten. Filip Kostic kam 2016 vom VfB Stuttgart für diesen astronomischen Betrag. Am Ostersonnabend reist der Serbe erstmals wieder zu seinem Ex-Klub: als Gegner mit dem HSV, wo er inzwischen mehr Minuten gespielt hat als in seiner VfB-Zeit. 4383 Minuten sind es konkret, die Kostic für die Hamburger kickte, in Stuttgart waren es 250 Minuten weniger. Für beide Klubs erzielte Kostic acht Tore. Auffällig allerdings: Während er beim VfB 13 Treffer vorbereitete, waren es für den HSV in 54 Spielen gerade mal sieben. Die „Butler“-Qualitäten haben also stark nachgelassen, was sich auch den Vorlagen zu Torschüssen ablesen lässt. In seiner Stuttgarter Zeit kam er auf 153, beim HSV sind es bis dato nur 89 Vorlagen. Beim VfB hatten zwölf Kostic-Standards zu Toren geführt, beim HSV waren es nur drei. Auch bei der Zahl der Ballkontakte pro 90 Minuten (45 beim HSV, 55 in Stuttgart) haben Kostic‘ Werte nachgelassen, gleiches gilt für die Zweikampfstatistik (41,8 Prozent vs. 47,9 Prozent).

Der „Spiegel“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass Thomas von Heesen an mindestens 14 Unternehmen beteiligt sei. Der 56-Jährige, der seit der Entlassung von Sportchef Jens Todt als Sportlicher Berater des Vorstands für den HSV arbeitet, habe allein in seiner Zeit als HSV-Aufsichtsrat zwischen Juli 2014 und Februar 2015 drei dieser Firmen gegründet. Eine weitere habe er Mitte Juni 2015 ins Handelsregister eintragen lassen. Ihr Name: Triple A Talents Management UG & Co. KG. Der eingetragene Firmenzweck: „Investitionen und Beteiligungen an Transferrechten an Sportlern und Vereinen sowie deren Rechte, insbesondere im Zusammenhang mit der HSV Fußball AG“. Diese Firma habe allerdings keine Geschäfte mit dem HSV gemacht. Dies schrieben sowohl von Heesen als auch der HSV dem „Spiegel“, heißt es. Das Nachrichtenmagazin berichtet zudem, dass von Heesen im Februar 2016 im irischen Cork die Firma „International Sportsfinance & Invest Company“ gegründet habe. Er sei alleiniger Gesellschafter. „Geschäftsbeziehungen außerhalb von Ticketverkäufen zwischen dem HSV und der International Sportsfinance & Invest Company, Irland, bestehen nicht“, schrieb der Klub auf „Spiegel“-Nachfrage. Von Heesens Anwalt erklärte: „Es gibt keine Geschäfte oder Interessenskonflikte zwischen dieser Firma und der Tätigkeit unseres Mandanten beim HSV.“

Christian Titz soll zum Trumpf des HSV beim Kampf um Top-Talent Fiete Arp werden. Der Vertrag des 18-Jährigen läuft nach der kommenden Saison aus. Titz und Arp arbeiteten schon in der U17 erfolgreich zusammen. Der Trainer hofft, dass sich sein Schützling doch noch dazu entscheidet, dem HSV treu zu bleiben. „Das Wichtigste für ihn ist doch, dass er die Sicherheit hat, dass er immer spielt. Beim HSV ist Fiete gut aufgehoben und weiß, was er an den Leuten hier hat“, sagte Titz bei Sky.