Luca Waldschmidt sieht den HSV unter Trainer Christian Titz auf dem richtigen Weg. Nach dem 1:1 in Stuttgart sagte er: „Das war wieder ein Schritt nach vorne. Wir haben einen Punkt geholt, auch wenn wir natürlich drei wollten. Wir sind jetzt wieder einen Punkt näher dran. Mal schauen, was die anderen Mannschaften machen. Wir haben jetzt noch sechs Spiele, in denen wir so kräftig wie möglich punkten wollen. Dann schauen wir mal.“

Viel Wirbel gab es zuletzt beim HSV abseits des Platzes. Auch der Fall Walace gehört dazu. Was sagt Lewis Holtby zu dem Theater und der Unruhe? „Mich persönlich stört es nicht. Ich fokussiere mich auf die Mannschaft und versuche das durchzubringen, was vom Trainer vorgegeben wird. Ich konzentriere mich darauf, der Mannschaft meinen positiven Input zu geben. Alles andere kann ich nicht beurteilen und kann ich auch nicht beeinflussen. Am Ende des Tages ist jeder auch nur ein Mensch. Jeder von uns hat schon mal dummes Zeug gemacht. Solange man danach die Einsicht hat, ist alles wieder ok.“

Wie schon im ersten Spiel unter Christian Titz zeigten die Hamburger vor allem in der ersten Hälfte eine ansprechende Leistung mit einem guten Spielaufbau und – mit einer Ausnahme – sehr stabilen Defensive. Genau diese eine Unsicherheit nutzten die Schwaben jedoch aus und nach der Pause war der VfB dann auch etwas besser im Spiel, während der HSV gerade in Sachen Ballsicherheit nachließ (21 Prozent Fehlpassquote nach nur 14 Prozent im ersten Durchgang).

Bei vielen Fans hat Gotoku Sakai einen schweren Stand. Der Japaner wird gerne als Sinnbild für den Misserfolg herausgepickt.  Beim 1:1 in Stuttgart zeigte der HSV-Kapitän eine schwache erste Halbzeit, steigerte sich im zweiten Durchgang dann aber deutlich. Heute sprach Trainer Christian Titz über Sakai.  Er sagt: „Go ist durch seine Beidfüßigkeit ein sehr interessanter Spieler. Er hat eine hohe Spielintelligenz. Und er hat eigentlich auch ein gutes Passspiel. Ich weiß allerdings auch, wie seine öffentliche Wahrnehmung ist. Das zeigt immer Wirkung bei Spielern.“ Über Sakais Auftritt in Stuttgart sagt der Trainer: „Er hatte ein paar Wackler drin. Er hat aber auch viele gute Ansätze. Man kann ihn unter Druck anspielen. Er hat Lösungsansätze für das Spiel nach vorne. Und ich finde, er hat auch im Defensiv-Verbund viele Dinge sehr gut gemacht.“