Ex-HSV-Profi Markus Babbel, der von 1992 bis 1994 insgesamt 60-mal für die Rothosen spielte, hat im Interview mit dem „Kicker“ erklärt, warum es seiner Meinung nach bei den Hamburgern nicht läuft. „Man muss sich bewusst sein, bei welch großem Verein man spielt, weil der HSV wahnsinnig viele interessiert. Das habe ich als junger Spieler selbst erlebt“, sagte der Europameister von 1996. „Diese Mann kann in guten Zeiten auch eine ungeheure Power entwickeln, wie man sie in Hoffenheim womöglich nie erleben wird. Dem Druck aber in schlechten Zeiten standzuhalten, dafür braucht es Typen.“

Ex-HSV-Torwart René Adler bleibt im Saison-Endspurt die Nummer eins im Tor des FSV Mainz 05. Nach seiner starken Leistung bei seinem Comeback-Spiel gegen Mönchengladbach (MOPO-Note 2), mit der er es in die MOPO-Elf des Spieltags geschafft hatte, erklärte Trainer Sandro Schwarz, dass er auch in den verbleibenden sechs Spielen auf Adler setzen werde. „Die Entscheidung steht. Jeder Torwart braucht auch Sicherheit. Wir haben auf die Erfahrung gesetzt“, sagte er über den 33-Jährigen, der unter anderem in der Nachspielzeit gegen Patrick Herrmann das 0:0 festgehalten hatte. Adler selbst wollte daraus aber keine große Nummer machen. „Ich hatte einfach Glück, dass der Gegenspieler mir an den Arsch schießt“, sagte er.

Pierre-Michel Lasogga bleibt mit Leeds United im Niemandsland der zweiten englischen Liga. Beim FC Fulham, dem einstigen HSV-Schreckgespenst, verlor der HSV-Leihstürmer mit Leeds 0:2. Lasogga wurde erst in der 72. Minute eingewechselt, als es bereits 0:2 stand. In der Tabelle ist Leeds auf Platz 13 zurückgefallen. Nach oben und unten geht nichts mehr. Der Rückstand auf die Aufstiegs-Playoff-Plätze beträgt zehn Punkte, der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt 19 Punkte.

Nach dem Rauswurf von Steffi Jones trainiert die Frauenfußball-Nationalmannschaft am Mittwoch erstmals mit Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch. Die Mannschaft bereitet sich unter der HSV-Legende in Leipzig auf die WM-Qualifikationsspiele am Samstag (16.15 Uhr/ARD) gegen Tschechien in Halle an der Saale und am Dienstag kommender Woche in Slowenien (16.00 Uhr/ZDF) vor. Der 66 Jahre alte Hrubesch übernimmt die Leitung des Teams für die beiden Spiele gegen Tschechien und Slowenien. Bei der endgültigen Neubesetzung des Jones-Postens will sich der DFB nach eigenen Angaben Zeit nehmen.

Jetzt ist es offiziell! Ex-HSV-Manager Peter Knäbel übernimmt beim kommenden Gegner Schalke 04 die neugeschaffene Position des Technischen Direktors Entwicklung. Der 51 Jahre alte Ex-Profi wird am 15. April seine neue Stelle antreten. Im Rahmen der Neustrukturierung im Nachwuchsbereich ist Knäbel de facto neuer Chef der legendären Knappenschmiede, in der unter anderem die Weltmeister Manuel Neuer und Mesut Özil oder auch WM-Kandidat Leroy Sané ihr Rüstzeug erhielten. „Für unseren Nachwuchsbereich stehen in den kommenden Monaten und Jahren große und wichtige Aufgaben an. Wir wollen die Knappenschmiede nicht nur in ihrer Infrastruktur, sondern in der gesamten Struktur noch weiter vorantreiben“, erläuterte 04-Sportvorstand Christian Heidel diese Personalentscheidung: „Deshalb freuen wir uns, dass wir dafür mit Peter Knäbel einen der anerkanntesten Fachleute für Nachwuchsförderung in Europa für den FC Schalke 04 gewinnen konnten. Als gebürtiger Wittener und damit Kind des Ruhrgebiets wird er keine Eingewöhnungszeit benötigen.“ Ex-HSV-Keeper Mathias Schober und Till Beckmann, die die Jugendabteilung seit dem Ausscheiden von Oliver Ruhnert interimsmäßig geführt hatten, bleiben der Knappenschmiede in entscheidender Funktion erhalten: Schober als Sportlicher Leiter und Beckmann als Administrativer Leiter.

DFB-Präsident Reinhard Grindel leidet als gebürtiger Hamburger mit dem HSV. „Mir tut es leid, wenn es dann runtergeht“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion in Hannover mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. „Doch die Tabelle lügt nicht. Wenn der Abstieg kommt, ist es auch zurecht“, fügte der 56-Jährige hinzu. Grindel ist in der Nähe des alten HSV-Stadions am Rothenbaum aufgewachsen. „Da war ich sehr oft beim Training. Das geht nicht ganz aus den Klamotten raus“, bekannte er.

Er hat es zwar noch nicht in den 18-Mann-Kader geschafft, doch Moritz-Broni Kwarteng trainiert auch in dieser Woche wieder bei den HSV-Profis mit. Gut möglich, dass Trainer Christian Titz ihm demnächst zur ersten Bundesliga-Chance verhilft. Der 19-jährige Offensiv-Allrounder wurde in der Jugend beim VfB Stuttgart, RB Leipzig und 1899 Hoffenheim ausgebildet, im vergangenen Sommer kam Kwarteng nach Hamburg und absolvierte in der laufenden Saison 23 Spiele (drei Treffer, drei Torvorlagen) für die U21 in der Regionalliga Nord.

In der Abwehrmitte ist der FC Bayern mit den beiden Weltmeistern Jerome Boateng und Mats Hummels überragend besetzt. Daher ist auch Abwehr-Juwel Lars Lukas Mai auf der Suche nach einem neuen Karriere-Sprungbrett. Der 18-Jährige steht laut „Bild“ ebenso wie Sturm-Kollege Manuel Wintzheimer vor dem Wechsel zum HSV. Die 1,90 Meter-Kante ist ablösefrei zu haben und wird ebenfalls vom Hamburger Thies Bliemeister beraten. Mai wurde in der Jugend bei Dynamo Dresden ausgebildet, wechselte 2014 nach München. Er ist Kapitän der U19, absolvierte in der laufenden Saison 20 Spiele (ein Tor) in der Junioren-Bundesliga und sechs Partien in der UEFA Youth League.

HSV-Kandidat Lars Lukas Mai (l.) ist Kapitän und Abwehrchef der U19 des FC Bayern. (Foto: Imago)