Wer hätte gedacht, dass Robert Lewandowski dem HSV auch mal hilfreich zur Seite stehen würde. Weil der polnische Weltstar beim FC Bayern unantastbar ist, sieht Manuel Wintzheimer für sich in München keine Perspektive. Und das, obwohl er zu den größten Sturmtalenten des Landes zählt. Seine Visitenkarte in der laufenden Saison: 20 Tore in 20 Spielen in der Junioren-Bundesliga, fünf Tore in sechs Spielen in der UEFA Youth League, ein Tor in zwei Spielen im DFB-Junioren-Pokal, vier Tore in fünf Spielen in der Regionalliga Bayern. Macht 30 Tore in 33 Pflichtspielen für die Nachwuchsteams des Rekordmeisters. Wintzheimer spielte in der Jugend beim FC Schweinfurt und Greuther Fürth, wechselte dann 2013 im Alter von 14 Jahren zum FC Bayern. Der Vertrag des 1,84 Meter großen Angreifers läuft im Sommer aus. Sein Berater ist der Hamburger Thies Bliemeister.

HSV-Kandidat Manuel Wintzheimer ist der beste Torschütze im Nachwuchs des FC Bayern.

Schnappt sich der HSV zwei der größten deutschen Talente? Wie die „Bild“ berichtet, stehen Verteidiger Lars Lukas Mai (18) und Angreifer Manuel Wintzheimer (19) im Doppelpack vor einem Wechsel vom FC Bayern in die Hansestadt. Demnach haben die Hamburger im Werben um das Münchner Duo die Liga-Konkurrenten Schalke 04, VfL Wolfsburg, Hannover 96 und Werder Bremen sowie Juventus Turin ausgestochen. HSV-Chefscout und Kaderplaner Johannes Spors soll Mai und Wintzheimer in den Gesprächen überzeugt haben.

In der Hinrunde musste er häufig für die Profikeeper Tom Mickel oder Julian Pollersbeck Platz machen, doch seit geraumer Zeit ist Morten Behrens die Nummer eins der U21 des HSV. In 18 Spielen in der Regionalliga Nord kassierte der 21-Jährige nur 17 Gegentreffer, hielt seinen Kasten siebenmal sauber. Wie „liga-zwei.de“ berichtet, steht der Torwart nun im Fokus des FC Ingolstadt. Scouts des Zweitligisten hätten Behrens am vergangenen Sonnabend gegen Hannover 96 II (1:1) in Hamburg beobachtet. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

Nach seinem Syndesmoseband-Anriss ist Bjarne Thoelke zwar schon einige Wochen wieder im Teamtraining und er kam auch im Test gegen Odense (3:0) vor zwei Wochen zum Einsatz. Doch auf sein Debüt in der Bundesliga für den HSV muss der Verteidiger trotz der aktuellen Personal-Not im Defensivbereich warten. Coach Christian Titz: „Es geht Schritt für Schritt voran, aber Bjarne hat noch Rückstand und ist instabil.“ Ein Kaderplatz gegen Schalke wäre überraschend.

Die Führung des HSV um Vorstand Frank Wettstein hat heute fristgerecht die Lizenz für die Zweitliga-Saison 2018/19 beantragt. Die Antwort der Deutschen Fußball-Liga (DFL) wird Ende April erwartet. In ihrer Planung kalkulieren die Verantwortlichen des Klubs übrigens mit dem direkten Wiederaufstieg.