Vier Tage nach dem Erfolg bei Tabellenführer RB Leipzig (2:1) hat die U17 des HSV in der Junioren-Bundesliga den nächsten Auswärtssieg eingefahren. Allerdings lag das Team von Trainer Pit Reimers zur Halbzeit mit 1:3 hinten, ehe man im zweiten Durchgang den Turbo zündete. Die Tore erzielten Bryan Hein, Peter Beke, Lenny Borges (Elfmeter), Valentin Zalli und Brooklyn Ezeh.

Ein Fingerzeig drei Tage vor dem Heimspiel gegen Schalke 04? Im Training bietet Christian Titz folgendes A-Team auf: Pollersbeck – Vagnoman, Papadopoulos, Ambrosius, Sakai – Steinmann – Kostic, Hunt, Holtby, Ito – Waldschmidt. Sollte Douglas Santos, der wegen eines Imfekts nur ein individuelles Programm abspulte, rechtzeitig fit werden, müsste Vagnoman Platz machen.

Diese Trainingseindrücke sprechen Bände. Dennis Diekmeier scheint unter Christian Titz tatsächlich überhaupt keine Chance mehr zu haben. Auf der Position hinten rechts ist er nur noch die Nummer drei – hinter Gotoku Sakai und Josha Vagnoman. Denn während Sakai im Training links den heute noch fehlenden Douglas Santos ersetzt, darf rechts Vagnoman anstelle des Japaners ran – nicht Diekmeier.

Der HSV hat Nachwuchstrainer Vahid Hashemian in das Trainerteam der U21-Regionalligamannschaft berufen, um Problemen mit der Deutschen Fußball Liga aus dem Weg zu gehen. Wie die „Sport Bild“ berichtet, muss ein in die zweite Mannschaft des Vereins versetzter Profi laut DFL-Richtlinien auch dort von einem Fußballlehrer trainiert werden. Beim HSV sind Walace und Mergim Marvraj vom Bundesliga-Team in die Trainingsgruppe der U21-Mannschaft versetzt worden. Weil der frühere U21-Trainer Christian Titz zum Coach des Bundesliga-Teams befördert wurde und dessen Nachfolger Steffen Weiß nur über den A-Trainer-Schein verfügt, hat der HSV das Trainerteam bei der U21 erweitert. Der 41-jährige Iraner Hashemian, der einst als Mittelstürmer beim HSV spielte, besitzt die Fußballlehrer-Lizenz. Er war zuvor Co-Trainer bei der U17 des Vereins.

Der HSV muss wegen der Ausschreitungen seiner Fans während des Nordderbys bei Werder Bremen eine empfindliche Geldstrafe zahlen. Das DFB-Sportgericht verdonnerte den Klub zu einer Buße in Höhe von 80.000 Euro. Der HSV hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Am 24. Februar hatten Teile der HSV-Anhänger beim Derby in Bremen (0:1) große Mengen an Pyrotechnik abgebrannt und diese teilweise auch auf das Spielfeld geworfen und geschossen. Deshalb musste die Begegnung in der 3. und in der 45. Minute kurzzeitig unterbrochen werden und verzögerte sich auch in der 86. Minute noch mal, als eine Leuchtkugel auf dem Rasen landete. Ein Zuschauer erlitt aufgrund der Vorfälle ein Knalltrauma. Außerdem warfen Hamburger Zuschauer nach dem Siegtreffer für Werder in der 86. Minute zahlreiche Getränkebecher und Fahnenstöcke aus dem Oberrang in den Unterrang, in dem Werder-Fans saßen.

Im Sommer endet Rafael van der Vaarts Vertrag beim FC Midtjylland, in den vergangenen Monaten pendelte er zwischen Tribüne, Ersatzbank und Spielfeld. Gestern, beim 1:0 des FCM in Horsens, war er nicht dabei – und dennoch: Nach wie vor darf der Ex-HSV-Profi von einem weiteren Titel träumen. Midtjylland liefert sich in der Meisterrunde ein Kopf-an-Kopf-an-Rennen mit Bröndby IF, ist punktgleich mit 63 Zählern Zweiter. Klappt es mit dem Titelgewinn, wäre das trotz aller Probleme ein feiner Abschluss für van der Vaart in Dänemark.