Im vergangenen Sommer war er kurz Thema beim HSV – doch Änis Ben-Hatira wechselte zu Espérance Tunis nach Tunesien, weil der „Dino“ Sejad Salihovic verpflichtete. Ein Wechsel, der sich zumindest sportlich für Ben-Hatira gelohnt hat. Der Ex-HSV-Profi wurde gestern vorzeitig Meister, nach dem 1:0 gegen Metlaoui ist Espérance drei Spieltage vorm Ende nicht mehr einzuholen.

Änis Ben-Hatira (fünfter von links) feiert mit den Kollegen von Espérance Tunis den tunesischen Meistertitel. Foto: Instagram

Die nächste Gyros-Platte, bitte! Kyriakos Papadopoulos löst sein Versprechen nach dem Sieg gegen Schalke ein, wird seine Kollegen sowie Trainer- und Betreuerstab wie schon in der vergangenen Woche zum Griechen einladen. „Wir freuen uns auf das nächste leckere Essen in schöner Atmosphäre“, bekräftigt Titz. „Papa“ wird gegen Hoffenheim gelbgesperrt fehlen.

Er hatte sehr viel Verletzungspech in den vergangenen Jahren. Auch nach seinem Wechsel zu Antalyaspor im Sommer fiel Ex-HSV-Kapitän Johan Djourou zügig mehrere Monate aus. Seit ein paar Wochen aber ist er richtig fit – und feierte mit seinem Team nun den dritten Sieg in Folge. Roch es zunächst lange nach Abstieg, haben Djourou und sein Team nach dem 2:1 bei Karabükspor als Tabellenzwölfter schon sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der Schweizer durfte diesmal 72 Minuten lang mitwirken.

Nicht im Kader stand am Sonnabend gegen Schalke Stürmer Bobby Wood. Der US-Boy dürfte es auch künftig schwer haben. „Das alles ist etwas schade, weil er eigentlich eine Menge mitbringt“, sagt Trainer Christian Titz, der aber klar urteilt: „Andere machen es zurzeit einfach besser.“ Wood hat in dieser Saison in 20 Einsätzen erst ein Tor erzielt. In den letzten fünf Spielen stand er nur einmal im Kader.

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HSV-Kapitän Gotoku Sakai bekommt einen neuen Nationaltrainer. Denn Japan hat sich nur zwei Monate vor Beginn der WM von Vahid Halilhodzic getrennt. Zum Nachfolger wurde der bisherige technische Direktor Akira Nishino berufen. Unter dem 65-jährigen Bosnier Halilhodzic konnte sich Japan für die WM in Russland qualifizieren, in den vergangenen Testspielen überzeugte das Team aber nicht. Japan bestreitet sein erstes WM-Spiel am 19. Juni gegen Kolumbien, fünf Tage später steht die Partie gegen Senegal an, am 28. Juni ist Polen letzter Vorrunden-Gegner der Asiaten. Sakai hatte unter Halilhodzic nur noch eine Nebenrolle gespielt. Läuft es unter Nishino besser?

Vor dem Heimspiel des HSV gegen den FC Schalke 04 (3:2) haben sich etwa 100 Hooligans aus Hamburg und Kopenhagen auf der eine sowie Gelsenkirchen auf der anderen Seite in der Nähe der Reeperbahn eine Massenschlägerei geliefert. Auf der Twitter-Seite von „Casual Ultra“ wurde ein Video des Gewaltausbruchs der rivalisierenden Fußball-Anhänger geteilt:

Man könnte es übermütig nennen, aber auch selbstbewusst. Nach dem Motto: Wer den Liga-Zweiten Schalke 04 schlagen kann und nicht mehr gegen Meister FC Bayern antreten muss, der kann jeden besiegen. So sieht es auf jeden Fall HSV-Verteidiger Rick van Drongelen, der vor den ausstehenden fünf Partien gegen Hoffenheim, Freiburg, Wolfsburg, Frankfurt und Gladbach von fünf Siegen träumt: „Wir können das schaffen. Wir können noch 15 Punkte holen.“

Nach 15 Spielen in Folge ohne Dreier klappte es am Sonnabend gegen Schalke 04 endlich mal wieder mit einem Sieg für den HSV. Einer der Garanten: Douglas Santos. Mit seinem Einwurf über 37 Meter in den Straftraum der Königsblauen bereitere der Brasilianer den so wichtigen Ausgleich durch Filip Kostic vor. Kein Wunder, dass Santos das Glücksgefühl erst mal auskosten will: „Wir wollten den Sieg unbedingt, haben so lange auf diesen Moment gewartet. Das fühlt sich einfach fantastisch an.“