Douglas Santos gehört zweifelsohne zu den besseren HSV-Spielern in dieser Saison. Was aber wird aus dem brasilianischen Olympiasieger? Geht der Linksverteidiger vielleicht sogar mit dem HSV in die Zweite Liga? „Diese Entscheidung überlasse ich Gott. Wenn er sagt, ich muss gehen, dann gehe ich. Wenn er sagt, bleib, dann bleibe ich. Ich bin nicht der Typ, der sagt, dass er zu Bayern oder Real will. Im Moment sind meine Gedanken nur beim HSV“, sagte Douglas Santos der „Bild“. Der 24-Jährige hat in Hamburg einen Bibel-Kreis gegründet. Rund 20 brasilianische und portugiesische Christen, darunter auch Kollege Walace und ein Pfarrer, treffen sich wöchentlich bei ihm zum Beten und Essen. Er bete dabei auch für den HSV, verriet Douglas Santos.

Am Sonntag steht für die HSV-Panthers das Halbfinale um die deutsche Futsalmeisterschaft an. In der Wandsbeker Sporthalle empfängt das Team um Kapitän Onur Ulusoy um 14 Uhr den VfL Hohenstein-Ernsttahl. Durch einen  7:3-Erfolg gegen den Futsal Club Warriors Saar im Viertelfinale hatte das HSV-Team den Halbfinaleinzug perfekt gemacht. Der Gast aus Sachsen ist aktueller Vizemeister und hat gleich vier Nationalspieler in seinen Reihen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Alle Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren erhalten kostenlosen Zugang. Die Halle öffnet um 13 Uhr.

Es war ein Einwurf, über den viele HSV-Fans noch immer schwärmen. Auf beeindruckende Weise bereitete Douglas Santos beim 3:2-Sieg gegen Schalke das zwischenzeitliche 1:1 von Filip Kostic vor. Nun erklärte der Olympiasieger, wo er gelernt habe, so weit zu werfen. „In Brasilien, bei Atlético Mineiro“, sagte er der „Bild“. „Dort hatte ich einen Teamkollegen, der wahnsinnig weit werfen konnte. Er hat mir beigebracht, dass es nicht auf die Kraft, sondern auf die Technik ankommt – und nach den Einheiten mit mir trainiert.“

Beim nächsten HSV-Gegner steht vor allem der Trainer im Fokus. Julian Nagelsmann gilt sowohl beim FC Bayern als auch bei Borussia Dortmund als Kandidat für die kommende Saison. Doch im „Playboy“ bekräftigte der Coach ein weiteres Mal, bei 1899 Hoffenheim bleiben zu wollen: „Ich habe den Vertrag bis 2021, inklusive einer Ausstiegsklausel für 2019, mit der Idee unterschrieben, hier zu bleiben. Auf jeden Fall bis 2019.“ Er könne sich sogar vorstellen, noch länger für die TSG zu arbeiten: „Man darf bei alldem nicht vergessen: Ich bin 30 und Trainer in der Bundesliga. Und da ist Hoffenheim nicht die schlechteste Adresse.“ Nagelsmann kündigte zudem einen sauberen Abschied aus Hoffenheim an: „Es wird niemals so sein bei mir, dass etwas im Krieg auseinandergeht. Das ist nicht meine Art.“

Holstein Kiel kämpft um den Aufstieg in die Bundesliga, droht aber Trainer Markus Anfang an den 1. FC Köln zu verlieren. Ein Nachfolger wird schon gesucht und auch Christian Titz soll auf der Kandidatenliste stehen. Wie er dazu steht? „Meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit gilt einzig und allein der Aufgabe beim HSV. Ich beschäftige mich nicht mit anderen Dingen“, so Titz.

Mit Ausnahme des gesperrten Kyriakos Papadopoulos, für den Gideon Jung ins Team rückt, plant Christian Titz offenbar mit der Mannschaft, die zuletzt gegen Schalke 04 startete. Tatsuya Ito, der wegen einer Fußprellung heute aussetzt, wird durch André Hahn ersetzt. So sieht die A-Elf im Training aus: Pollersbeck – Sakai, Jung, van Drongelen, Douglas Santos – Steinmann – Kostic, Holtby, Waldschmidt, Hahn – Hunt.

Wie schon gestern nimmt Nicolai Müller auch heute wieder am Teamtraining teil. Als einziger trägt der Angreifer, der seit dem ersten Spieltag gegen Augsburg (1:0, Tor: Müller) wegen eines Kreuzbandrisses nicht mehr auflaufen konnte, ein orangenes Leibchen, das den Kollegen signalisiert: keine Zweikämpfe suchen!