Gregoritsch über den HSV: „Vielleicht ein mentales Problem“

Beim HSV ging er mit unter, in Augsburg hat sich Michael Gregoritsch aber im Verlauf der Saison rasant entwickelt. Vor dem Gastspiel seines FCA morgen beim VfL Wolfsburg äußerte sich der Österreicher bei „Eurosport“ zur Situation seines Ex-Klubs: „Wenn ich wüsste woran es liegt, hätte ich schon beim HSV versucht, es umzusetzen und dort schon die zweistellige Torquote zu erreichen. Das ist mir leider nicht gelungen, was natürlich verschiedene Gründe hatte. Beim HSV ist teilweise einfach der Wurm drin. Und das seit Jahren. Das ist eigentlich unerklärlich, weil es ein riesiger Verein ist. Es ist auch dort nur Fußball, aber irgendwie bekommen es nicht immer alle Spieler hin, die es dann woanders hinkriegen. Vielleicht ist es ein mentales Problem. Als ich beim HSV war, habe ich es eigentlich nicht gemerkt. Ich habe mich in der Stadt, im Verein, in der Mannschaft und mit den Fans sehr wohlgefühlt. Aber auf dem Platz ist es eben keine Wohlfühloase, da stehen elf andere gegenüber, die genauso gewinnen wollen, wie wir. Vielleicht hat der HSV in den letzten Jahren zu hohe Ansprüche an sich selbst gehabt. Grundsätzlich war es in den letzten fünf, sechs Jahren eine Mannschaft, die gegen den Abstieg gespielt hat. Wenn man dann in jede Saison mit der Erwartung reingeht, dass es in den Europacup geht, ist man natürlich schwer enttäuscht, wenn es wieder gegen den Abstieg geht. Vielleicht hätte man einfach ein bisschen kleinere Brötchen backen sollen und versuchen, sich zwei, drei Jahre kontinuierlich ins Mittelfeld zu bringen und dann wieder vorne anzugreifen.“