HSV-Trainer Christian Titz hat vor dem Anpfiff in Sinsheim bei Sky gesagt: „Wir wissen, wie schwer die Aufgabe heute gegen Hoffenheim wird. Es wird ein ganz anderes Spiel als gegen Schalke. Es wird spannend zu sehen, wo die Reise heute hingeht. Ich glaube, dass wir gut vorbereitet sind. Wir wissen, dass uns grundsätzlich ein Punkt nur wenig bringt. Wir brauchen in unserer Situation drei.“

Bitter: Im Heimspiel gegen den Lüneburger SK Hansa hat die U21 des HSV ihre dritte Pleite in Folge kassiert – 2:3! Kevin Krottke erlegte die Elf von Trainer Steffen Weiß mit drei Treffern (6./15./64.) quasi im Alleingang. Frank Ronstadt (8.) und Arianit Ferati (50.) hatten zwischenzeitlich ausgeglichen. Doch es reichte nicht. Seit fünf Partien warten die „Rothöschen“ nun schon auf einen Sieg. Mit einem Dreier morgen in Hildesheim könnte Weiche Flensburg (52 Punkte) den HSV (54) bereits an der Spitze der Regionalliga Nord ablösen. Auch der VfL Wolfsburg II hat 52 Zähler bei weniger absolvierten Spielen als die Hamburger.

HSV-II-Trainer Steffen Weiß (Foto: Witters)

Von 2001 bis 2005 hat Martin Pieckenhagen das HSV-Tor gehütet. Im Interview mit „11Freunde“ sagt der 46-Jährige zur Lage seines Ex-Vereins: „In Situationen wie jetzt, ruft man nach Spielern die das Ruder an sich reißen. In guten Zeiten will man diese Spieler nicht haben. Da legt man dann Wert auf eine liebe Mannschaft, in der alles harmonisch läuft. Wenn es schlecht läuft, brauche ich auch mal einen Drecksack. Und damit meine ich nicht Papadopoulus, der so ‚großartige‘ Interviews gibt wie nach dem Spiel gegen Hertha. So etwas geht nicht, das hat man intern zu klären.“

Und schafft es der HSV noch? Pieckenhagen: „Es ist theoretisch noch möglich. Momentan sind es fünf Punkte auf die Relegation, also zwei Siege, das sollte machbar sein. Vielleicht kann die Mannschaft den Rückenwind aus dem Sieg gegen Schalke mitnehmen.“

Über Bernd Hoffmann sagt der Ex-Keeper: „Ich kenne ihn noch aus meiner Zeit, da hat er den Verein finanziell sehr gut geführt, und auch sportlich standen wir gut da. Bernd Hoffmann hat sich damals zu sehr in den sportlichen Bereich eingemischt, aber aus den Fehlern hat er gelernt, er ist ein sehr intelligenter Mann. Er wird Leute installieren, die knallhart daran arbeiten den HSV in bessere Gefilde zu führen, egal ob man nun absteigt, oder nicht.“

Foto: Witters